Glyphosat: Die unterschätzte Gefahr

Don Huber Interview 2018
Don. M. Huber, Professor em. Purdue University, im VB-Interview über die Gefahren durch Glyphosat

In diesen Tagen macht die Mega-Fusion des Chemiegiganten Bayer mit dem US-amerikanischen Produzenten von Saatgut, Monsanto, erneut Schlagzeilen. Die Wirtschaftspresse sorgt sich um hohe Auflagen, die den Schwindel erregenden Kaufpreis von 60 Milliarden Dollar noch fragwürdiger machen. Negativ falle auch das schlechte Image von Monsanto ins Gewicht. Dieses schlechte Image, welches Bayer nun übernehme, rühre her von Monsantos Engagement als Hersteller von gentechnisch veränderten Pflanzen (GMO) und als Hersteller des Herbizids Glyphosat, gegen das die GMO-Pflanzen des Unternehmens resistent gemacht wurden.

Umwelt- und Verbraucherschützer sehen das Risiko (neben der Gentechnik) vor allem in der Substanz Glyphosat selbst. Es hat sich ein Streit darüber entwickelt, ob Glyphosat nun besonders vorteilhaft sei (wie Monsanto und nun auch Bayer denken dürften), oder ob die Substanz gefährlich sei (worüber wir hier und hier auch bereits berichtet haben).

Was Glyphosat eigentlich ist, wie die Substanz wirkt, findet öffentlich bislang wenig Beachtung. Fragen im Zusammenhang mit der Neuzulassung von Glyphosat in der Europäischen Union im Jahr 2017 drehte sich vorwiegend um die mögliche Krebs erregende Wirkung von Glyphosat. Anlass genug, sich mit dem Wissenschaftler zu unterhalten, der im Jahr 2011 weltweit Schlagzeilen machte, als er den damaligen US-Agrarminister vor den Gefahren von Glyphosat warnte: Professor em. Dr. Don Huber.

Im Gespräch mit Vitalstoff.Blog erläutert Don Huber die spezielle Problematik von Glyphosat. Die Substanz, so Huber, wirkt nicht primär tödlich, sondern zerstört zahlreiche Enzymprozesse durch eine Bindung des Moleküls an essentielle Co-Faktoren dieser Enzyme. Diese Co-Faktoren sind einfache Mineralien und Spurenelemente, welche für die Immunabwehr von Pflanzen nicht mehr verfügbar sind, wenn Glyphosat angewendet wird. Die Pflanzen sterben durch „eine verschärfte Form von AIDS“, also eine Immunschwäche. Auch Bakterien werden durch Glyphosat berührt, und zwar in doppelter Hinsicht: nützliche Bakterien, auf die auch Menschen angewiesen sind, werden getötet, während schädliche Pathogene gefördert werden. Die Folgen der Veränderung nennt Huber „dramatisch“ – auch für Menschen und Tiere! Glyphosat: Die unterschätzte Gefahr weiterlesen

Patentlösung

Krimi, aber keine reine Fiktion: Kommissar Dengler und die Pharma-Mafia

Krimis sind nicht jedermanns Sache. Wenn sich jedoch ein Autor an die Praktiken der Pharma-Industrie heranwagt, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick ins Buch. Diesen Krimi von Wolfgang Schorlau habe ich bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand gelegt. Sehr anschaulich und gestützt auf intensive Recherchen beschreibt der Autor, wie das deutsche Gesundheitswesen funktioniert: als Geldbeschaffungsmaschine einer zynischen Industrie. Umsatzrendite ist alles, worauf es ankommt. Und die speist sich aus stetig steigenden Preisen für Arzneimittel, die nicht wirksam sein müssen, sondern in erster Linie eines: patentierbar! Alles, was diese Patente gefährdet oder in Frage stellt, wird bekämpft. Im Buch ist es ein Wissenschaftler, der die Erträge aus Forschungsprojekten (und damit den Profit aus einem neuen Patent) der Allgemeinheit zugute kommen lassen will. In der Realität sind es zudem auch sehr oft natürliche, aber hochwirksame Alternativen wie Mikronährstoffe, die im Zusammenspiel mit Regulierungsbehörden verboten oder gar nicht erst zugelassen werden. Glauben Sie nicht? Lesen Sie weiter!

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Ein ganz einfacher Dreisatz

Dass ich gerne schreibe und die Ergebnisse von Beobachtungen oder Recherchen danach gerne teile, ist meinen Lesern bekannt. Die meisten wissen auch, dass ich an verschiedenen Stellen publiziere – zu den Themen, die mich persönlich bewegen. Dieser Beitrag ist der erste, der nicht nur auf allen drei Blogs stehen könnte, sondern tatsächlich auch hier, hier und hier zeitgleich erschienen ist. Anlass war dieser Beitrag in der ZEIT über die neue Volkskrankheit Burn-Out“.
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Widersinnig: Crash schwächt Börse und Staat – Nur Pharma nicht

In der Wirtschaft geht die Angst um:
# Giganten der Börse taumeln
# Dax, DowJones und Nikkei im freien Fall
# Traditionsunternehmen vor dem aus

Der Staat muss es retten – und wird noch dafür kritisiert, wenn er es tut. Siehe HRE.
Doch eine Branche ist „krisenresistent“ und „floriert“ wie nie. Nein, nicht Tabak. Das Rauchverbot wirkt und lässt auch hier die Uhren anders gehen als gewohnt. Nicht die Rüstung, wo sich die geänderte Weltlage spätestens mit dem Obama-Sieg wieder auf die Diplomatie konzentriert. Es ist „Big P“, die Pharma-Branche. Widersinnig: Crash schwächt Börse und Staat – Nur Pharma nicht weiterlesen