Versäumnisse im Umgang mit dem Virus

Am 30. März wendete sich Professor Dr. Dr. Martin Haditsch, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, mit einem Video an die Öffentlichkeit, um sein Unbehagen über das öffentliche Handling der Krise rund um das neuartige Virus zu artikulieren. Dieses und ein weiteres Video vom 20. April sind mittlerweile vielfach angesehen und geteilt worden.
In diesem Gespräch mit Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner erläutert Herr Prof. Haditsch sein anhaltendes Unbehagen über die Versäumnisse öffentlicher Institutionen in dieser Pandemie.

Prof. Dr.Dr. Martin Haditsch im Interview
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»Die beste Medizin gegen Covid-19 ist unser Immunsystem«

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat geschafft, was ARD und ZDF bisher nicht vermochten: Namhafte Kritiker der Schutzmaßnahmen und verantwortliche Vertreter der Gesundheitsbehörden zusammen zu bringen. In einem Webinar trafen unter der Moderation des BVMW der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Hamburger Universitätsklinikum Prof. Dr. Klaus Püschel, und der Infektionsmediziner und emeritierte Professor für medizinische Mikrobiologie, Dr. Sucharit Bhakdi, aufeinander. Das Gespräch ist sehr sehenswert – und durchaus aufschlussreich. Auch wenn Professor Püschel seinem Kollegen Bhakdi nicht in allen Punkten beipflichtete, waren doch Übereinstimmungen im zentralen Aspekt der Einschätzung einer Gefahr durch das Virus und auch über den Umfang der angeordneten Schutzmaßnahmen erkennbar.

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»Ich werde nicht von der Regierung bezahlt und kann Wissenschaft betreiben«

Knut M. Wittkowski war 20 Jahre Abteilungsleiter an der New Yorker Rockefeller University. Er ist Experte für die Ausbreitung von Epidemien. Bereits in den 1980er Jahren hat sich Wittkowski einen Namen gemacht und die wissenschaftlich angreifbaren politischen Vorgaben gegen HIV/AIDS im Freistaat Bayern kritisiert. Nun meldet sich Professor Wittkowski mit geharnischter Kritik am Handling der Corona-Krise durch die Politik zu Wort. Die restriktiven Maßnahmen würden den Schaden durch das Virus vergrößern, weil sie die Epidemie unnötig und gefährlich in die Länge ziehen, sagte Wittkowski in einem viel beachteten Interview zu den Perspektiven der Pandemie. Wir dokumentieren das Gespräch im Wortlaut (TEIL 1).

John Kirby, Libby Handros und Lee Davis. The Press and the People Project (TPPP): wenn Sie uns einfach Ihren Namen und ein wenig über Ihren Hintergrund mitteilen könnten

Prof. Dr. Knut Wittkowski: Mein Name ist Knut Witkowski. Ich war 20 Jahre lang an der Rockefeller-Universität als Leiter der Abteilung für biostatistische Epidemiologie und Forschungsdesign tätig. Davor habe ich 15 Jahre lang mit Klaus Dietz, einem der weltweit führenden Epidemiologen, in Tübingen an der Eberhard-Karls-Universität gearbeitet.

TPPP: Sie haben Empfehlungen gegeben, wie man am besten mit Covid-19 umgehen sollte. Könnten Sie mit einfachen Worten erzählen, was Sie geschrieben haben?

Von YouTube zensiert, hier in der Originalfassung abrufbar. Quelle: TPPP

Professor Wittkowski: Wie bei jeder Atemwegserkrankung sollten wir die älteren und schwachen Menschen schützen, denn wenn sie eine Lungenentzündung bekommen, haben sie ein hohes Risiko, an der Lungenentzündung zu sterben. Dies ist eines der Hauptprobleme, das wir im Auge behalten sollten. Auf der anderen Seite kommen Kinder sehr gut mit diesen Krankheiten zurecht. Ihre evolutionäre Entwicklung ist darauf ausgelegt, im Laufe ihres Lebens allen möglichen Viren ausgesetzt zu sein. Deshalb sollten sie weiterhin zur Schule gehen und sich gegenseitig anstecken, was zur Herdenimmunität beiträgt. Das würde wiederum bedeuten, dass die älteren Menschen nach spätestens vier Wochen anfangen könnten, ihre Familie wieder zu treffen, denn dann wäre das Virus ausgelöscht worden.

TPPP: Sie haben in dem Artikel erwähnt, dass Sie glauben, dass eine Eindämmung (Containment) die Dauer des Virus bei allen Atemwegserkrankungen tatsächlich verlängern würde. Das Einzige, was die Krankheit aufhält, sei die Herdenimmunität.

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Medizinrechtlerin: „Maßnahmen unverhältnismäßig und eine Gefahr für Demokratie und Rechtsstaat“

Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht aus Heidelberg, kündigt Normenkontrollklage gegen die Corona-Verordnung Baden-Württemberg an: Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung seien eklatant verfassungswidrig und verletzen in bisher nie gekanntem Ausmaß eine Vielzahl von Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Dies gelte für alle Corona-Verordnungen der 16 Bundesländer. Insbesondere seien diese Maßnahmen nicht durch das Infektionsschutzgesetz gerechtfertigt, welches erst vor wenigen Tagen „in Windeseile“ überarbeitet wurde. Wochenlange Ausgehbeschränkungen und Kontaktverbote „auf Basis der düstersten Modellszenarien ohne Berücksichtigung sachlich-kritischer Expertenmeinungen“ sowie die vollständige Schließung von Unternehmen und Geschäften ohne jedweden Nachweis einer Infektionsgefahr durch diese Geschäfte und Unternehmen seien „grob verfassungswidrig“.

Die Medizinrechtlerin führt aus, die vorliegenden Zahlen und Statistiken zeigten, dass die Corona-Infektion bei mehr als 95 % der Bevölkerung harmlos verlaufe (oder vermutlich sogar bereits verlaufen sei) und somit „keine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit“ darstelle.

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Corona-Modelle: »Können wie Kartenhäuser zusammenbrechen«

Die Debatte um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zur Abwehr von SARS-Corona 2 geht weiter. Immer deutlicher mehren sich Stimmen von Gewicht, die das vorschnelle Einführen mehrerer Maßnahmen in Deutschland kritisch sehen. Am 31. März 2020 war es der Bonner Virologe Professor Hendrik Streeck, der in der Sendung „Markus Lanz“ interviewt wurde und mehrfach zu erkennen gab, dass er auch aus wissenschaftlicher Sicht unglücklich ist über die Art und Weise, wie die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Krise in Deutschland gehandhabt wird.

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Die aktuellen Modelle zu COVID-19 sind nicht verlässlich

Von Eran Bendavid, Jay Bhattacharya, und Neeraj Sood

Außerordentliche Maßnahmen wie die Anordnung von Ausgangssperren und Quarantänen wären gerechtfertigt, wenn COVID-19 Millionen Menschen töten würde. Doch die entscheidenden Daten zur Bestimmung wie tödlich dieses Virus wirklich ist, hat niemand gemessen. Es gibt sogar plausible Argumente dafür, dass die aktuellen Schätzungen um Größenordnungen daneben liegen. Allen schrecklichen Prognosen vieler Epidemiologen und Modellierer zum Trotz haben wir nur wenige zuverlässige Informationen darüber, dass COVID-19 ohne solche Schutzmaßnahmen Millionen Menschen töten wird.

Die Furcht vor COVID-19 beruht auf der hohen geschätzten Todesfallrate – etwa 2% bis 4% der Menschen mit bestätigtem COVID-19 sind gestorben. Wenn also 100 Millionen Amerikaner letztendlich COVID-19 bekommen, könnten unvorstellbare 2 bis 4 Millionen sterben. Wir glauben, dass diese Schätzung äußerst ungenau ist. Die wahre Todesrate ergibt sich aus dem Anteil der Erkrankten, die sterben, und nicht aus den Todesfällen unter den identifizierten positiven Fällen. Die Zahl der Fälle ist eine irreführende Hochrechnungen der Zahl der Infektionen aufgrund von Selektionsverzerrungen bei den Tests. Wie groß die resultierende Abweichung wirklich ist, könnte den Unterschied zwischen einer Epidemie mit 2 Millionen oder mit 20.000 Todesfällen ausmachen. Wenn die Zahl der tatsächlichen Infektionen viel größer ist als die Zahl der Fälle – um Größenordnungen größer – dann ist auch die tatsächliche Todesrate viel niedriger. Ist dies plausibel? Die bisherigen Daten legen nahe, dass dies nicht nur plausibel, sondern auch wahrscheinlich ist.

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Diese Fragen verdienen eine Antwort

Corona. Kaum ein anderes Thema in diesen Tagen in den Medien und in den – reduzierten – Gesprächen mit Mitmenschen.

Viele – besonders Unternehmer, aber auch Arbeitnehmer in von Kurzarbeit und Auftragsrückgang betroffenen Branchen – sind besorgt angesichts der Folgen für die Wirtschaft, die natürlich auf die gesamte Gesellschaft durchschlagen.

Um so notwendiger scheint es, die Maßnahmen, welche zum Schutz des Gesundheitssystems vor Überlastung getroffen wurden, auf ihre Verhältnismäßigkeit zu hinterfragen.

Professor Sucharit Bhakdi ist eine von einer Hand voll Stimmen, die sich öffentlich zu Wort gemeldet haben, und ihrer Sorge vor „überschiessenden Reaktionen“ der Abwehr des Virus Ausdruck verliehen haben. Herr Professor Bhakdi, so sagte mir seine Frau am Telefon, ist dafür von der Universität Mainz mit dem Entzug seiner eMail-Adresse sanktioniert worden. Auf der Seite des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene distanziert man sich von ihm.

Dabei hat Herr Professor Bhakdi meines Erachtens sich nichts zuschulden kommen lassen. Er hat Fragen gestellt und die eingeleiteten Maßnahmen u.a. als „überbordend“ bezeichnet. Ohne jedes seiner Worte gutheißen zu wollen, halte ich es für legitim und sogar notwendig, angesichts des Umfangs der Maßnahmen und angesichts zahlreicher fachkundiger Fragen aus dem In– und Ausland, dass die fünf Fragen, welche Herr Prof. Bhakdi stellt [PDF], eine ausführliche und sorgfältige Antwort erhalten.

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