Interview mit Clemens Arvay über Lobbymacht und SARS-CoV2

Das Interview mit Clemens G. Arvay
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Fürchtet euch nicht! Was die Erklärung von Great Barrington bedeutet

In meinem LinkedIn-Profil habe ich gestern die Erklärung von Great Barrington gepostet – und neben Zustimmung auch Kritik erhalten. (Andere) Wissenschaftler forderten auch die Beibehaltung der Corona-Maßnahmen, wurde mir vorgehalten. Das stimmt. Allerdings ist es weiterhin fraglich, auf welcher Grundlage diese Forderungen erhoben werden. Daher habe ich heute in einem Video dazu aufgerufen, die evidenzbasierten Forderungen der Erklärung von Great Barrington zu unterzeichnen und an alle Politikerinnen und Politiker zu leiten, damit diese sich nicht länger auf Nichtwissen berufen können.

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Die Erklärung von Great Barrington

Als Spezialisten für Infektionsepidemiologie und Öffentliches Gesundheitswesen sind wir zutiefst besorgt über die schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Politik auf die körperliche und geistige Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir Gezielten Schutz nennen.

Wir kommen sowohl von links und rechts als auch aus der ganzen Welt und haben unsere gesamte berufliche Laufbahn dem Schutz der Menschen gewidmet. Die derzeitige Lockdown-Politik wirkt sich kurz- und langfristig verheerend auf die öffentliche Gesundheit aus. Zu den Ergebnissen (um nur einige zu nennen) gehören niedrigere Impfraten bei Kindern, verschlechterte Ergebnisse bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit – was in den kommenden Jahren zu einer höheren Übersterblichkeit führen wird, wobei die Werktätigen und die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft die schwerste Last tragen werden. Schüler von der Schule fernzuhalten, ist eine schwerwiegende Ungerechtigkeit.

Interview mit Martin Kulldorf (Harvard), Sunetra Gutpta (Oxford), Jay Bhattacharya (Stanford)

Diese Maßnahmen so lange aufrechtzuerhalten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden verursachen, wobei die sozial Benachteiligten unverhältnismäßig schwer geschädigt werden.

Glücklicherweise wächst unser Verständnis des Virus. Wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu sterben, bei alten und geschwächten Menschen mehr als tausendmal höher ist als bei jungen. Für Kinder ist COVID-19 sogar weniger gefährlich als viele andere Krankheiten, darunter auch die Grippe.

Wenn sich in der Bevölkerung eine Immunität aufbaut, sinkt das Infektionsrisiko für alle – auch für die besonders Schutzbedürftigen! Wir wissen, dass alle Bevölkerungsgruppen schließlich eine Herdenimmunität erreichen werden – d.h. den Punkt, an dem die Rate der Neuinfektionen stabil ist – und dass dies auch durch einen Impfstoff unterstützt werden kann (aber nicht davon abhängig ist). Unser Ziel sollte es daher sein, die Sterblichkeit und den sozialen Schaden zu minimieren, bis wir die Herdenimmunität erreicht haben.

Der wohl durchdachteste Ansatz, bei dem Risiko und Nutzen des Erreichens der Herdenimmunität gegeneinander abgewogen werden, besteht darin, denjenigen, die einem minimalen Sterberisiko ausgesetzt sind, ein normales Leben zu ermöglichen, damit sie durch eine natürliche Infektion eine Immunität gegen das Virus aufbauen können, während die Menschen mit dem höchsten Risiko besser geschützt werden. Wir nennen dies gezielter Schutz.

Maßnahmen zum Schutz der Risikogruppen sollten das zentrale Ziel der Gesundheitspolitik in Bezug auf COVID-19 sein. Zum Beispiel sollten Pflegeheime Personal mit erworbener Immunität einsetzen und häufige PCR-Tests bei anderen Mitarbeitern und allen Besuchern durchführen. Die Personalrotation sollte minimiert werden. Rentner, die zu Hause leben, sollten sich Lebensmittel und andere wichtige Dinge nach Hause liefern lassen. Soweit möglich, sollten sie Familienmitglieder eher im Freien als in geschlossenen Räumen treffen. Eine umfassende und detaillierte Liste von Maßnahmen, die auch Ansätze für Mehrgenerationenhaushalte einschließt, kann umgesetzt werden und liegt absolut im Rahmen der Fähigkeiten und Kompetenzen von Fachkräften des öffentlichen Gesundheitswesens.

Diejenigen, die nicht gefährdet sind, sollten sofort wieder ein normales Leben führen dürfen. Einfache Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und der Verbleib zu Hause im Krankheitsfall sollten von allen praktiziert werden, um die Schwelle der Herdenimmunität niedrig zu halten. Schulen und Universitäten sollten für den persönlichen Unterricht geöffnet sein. Außerschulische Aktivitäten, wie z.B. Sport, sollten wieder aufgenommen werden. Junge Erwachsene mit geringem Risiko sollten normal und nicht von zu Hause aus arbeiten. Restaurants und andere Geschäfte sollten geöffnet werden. Kunst, Musik, Sport und andere kulturelle Aktivitäten sollten wieder aufgenommen werden. Menschen, die stärker gefährdet sind, können sich auf eigenen Wunsch beteiligen, während die Gesellschaft als Ganzes davon profitiert, dass die Schutzbedürftigen durch diejenigen geschützt werden, die eine Herdenimmunität aufgebaut haben.

Diese Erklärung wurde am 4. Oktober 2020 in Great Barrington, Vereinigte Staaten von Amerika, verfasst und unterzeichnet von:

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»Zweite Welle? Nein! Wir können es uns bloß leisten, exzessiv zu testen!«

Jean-Francois Toussaint zu interviewen fühlte sich oft eher wie ein Gespräch mit einem Philosophen als mit einem Mediziner an. Als Professor für Physiologie an der Universität Paris und Direktor von IRMES mag es ungewöhnlich klingen, dass er großen Wert darauf legt, den Menschen ihre „Genuss- und Lebensfreude“ zurückzugeben und die Schönheiten des Lebens wiederzuentdecken, aber deshalb fanden wir ihn so faszinierend.

Nach Ansicht von Toussaint hat die Covid-19-Pandemie die „Obergrenze“ der menschlichen Entwicklung aufgedeckt, was durch die Tatsache belegt wird, dass einige der am schlimmsten betroffenen Regionen der Welt auch die am höchsten entwickelten sind. Dies, sagt er, habe uns gezwungen, uns mit den Limitationen unserer Spezies auseinanderzusetzen. Als solche sollten wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, das Leben zu „erfüllen“, anstatt uns auf ewig „in einer Höhle“ (Lockdown) zu verstecken.

Ob man ihm zustimmt oder nicht, der Professor schlägt mit Sicherheit eine neue Richtung in der Covid-Debatte ein. Sehen Sie es sich an und lassen Sie uns wissen, was Sie denken!

Wichtiges Interview mit Professor Jean-Francois Toussaint aus Paris. Er schaut in einem ähnlich ganzheitlichen Blick auf das Virus wie vor einigen Wochen Dr. Zach Bush
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»Es gibt keine zweite Welle«

Professor Jean-Francois Toussaint kritisiert Politiker für ungerechtfertigte Warnungen vor einer zweiten Welle.

Professor Jean-Francois Toussaint demaskiert im französischen Fernsehen die Panikmache um „neue Fallzahlen“. Einzig entscheidend in einer Pandemie seien die Zahlen der Toten, der Hospitalisierten und der Intensivpatienten. Diese seien seit Monaten rückläufig und seit Wochen sehr niedrig, auch in Frankreich. „Es gibt keine zweite Welle!“ Die Covid-Kurven verlaufen demnach in allen europäischen Ländern nach dem selben Muster, was den Sinn von Lockdown Maßnahmen in Zweifel ziehe.

Zu Masken kritisierte der Wissenschaftler den Aktionismus. Es gebe nur sehr wenige Studien, von denen keine die Umweltbedingungen (Klima, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) berücksichtige. Aussagen einer Wirksamkeit von Masken ohne diese Differenzierungen seien unwissenschaftlich. Er ging hart mit verantwortlichen Politikern ins Gericht, die sich in Katastrophenwarnungen ergingen, während sie selbst die Sommerfrische am Urlaubsdomizil genießen.