Die aktuellen Modelle zu COVID-19 sind nicht verlässlich

Von Eran Bendavid, Jay Bhattacharya, und Neeraj Sood

Außerordentliche Maßnahmen wie die Anordnung von Ausgangssperren und Quarantänen wären gerechtfertigt, wenn COVID-19 Millionen Menschen töten würde. Doch die entscheidenden Daten zur Bestimmung wie tödlich dieses Virus wirklich ist, hat niemand gemessen. Es gibt sogar plausible Argumente dafür, dass die aktuellen Schätzungen um Größenordnungen daneben liegen. Allen schrecklichen Prognosen vieler Epidemiologen und Modellierer zum Trotz haben wir nur wenige zuverlässige Informationen darüber, dass COVID-19 ohne solche Schutzmaßnahmen Millionen Menschen töten wird.

Die Furcht vor COVID-19 beruht auf der hohen geschätzten Todesfallrate – etwa 2% bis 4% der Menschen mit bestätigtem COVID-19 sind gestorben. Wenn also 100 Millionen Amerikaner letztendlich COVID-19 bekommen, könnten unvorstellbare 2 bis 4 Millionen sterben. Wir glauben, dass diese Schätzung äußerst ungenau ist. Die wahre Todesrate ergibt sich aus dem Anteil der Erkrankten, die sterben, und nicht aus den Todesfällen unter den identifizierten positiven Fällen. Die Zahl der Fälle ist eine irreführende Hochrechnungen der Zahl der Infektionen aufgrund von Selektionsverzerrungen bei den Tests. Wie groß die resultierende Abweichung wirklich ist, könnte den Unterschied zwischen einer Epidemie mit 2 Millionen oder mit 20.000 Todesfällen ausmachen. Wenn die Zahl der tatsächlichen Infektionen viel größer ist als die Zahl der Fälle – um Größenordnungen größer – dann ist auch die tatsächliche Todesrate viel niedriger. Ist dies plausibel? Die bisherigen Daten legen nahe, dass dies nicht nur plausibel, sondern auch wahrscheinlich ist.

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Diese Fragen verdienen eine Antwort

Corona. Kaum ein anderes Thema in diesen Tagen in den Medien und in den – reduzierten – Gesprächen mit Mitmenschen.

Viele – besonders Unternehmer, aber auch Arbeitnehmer in von Kurzarbeit und Auftragsrückgang betroffenen Branchen – sind besorgt angesichts der Folgen für die Wirtschaft, die natürlich auf die gesamte Gesellschaft durchschlagen.

Um so notwendiger scheint es, die Maßnahmen, welche zum Schutz des Gesundheitssystems vor Überlastung getroffen wurden, auf ihre Verhältnismäßigkeit zu hinterfragen.

Professor Sucharit Bhakdi ist eine von einer Hand voll Stimmen, die sich öffentlich zu Wort gemeldet haben, und ihrer Sorge vor „überschiessenden Reaktionen“ der Abwehr des Virus Ausdruck verliehen haben. Herr Professor Bhakdi, so sagte mir seine Frau am Telefon, ist dafür von der Universität Mainz mit dem Entzug seiner eMail-Adresse sanktioniert worden. Auf der Seite des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene distanziert man sich von ihm.

Dabei hat Herr Professor Bhakdi meines Erachtens sich nichts zuschulden kommen lassen. Er hat Fragen gestellt und die eingeleiteten Maßnahmen u.a. als „überbordend“ bezeichnet. Ohne jedes seiner Worte gutheißen zu wollen, halte ich es für legitim und sogar notwendig, angesichts des Umfangs der Maßnahmen und angesichts zahlreicher fachkundiger Fragen aus dem In– und Ausland, dass die fünf Fragen, welche Herr Prof. Bhakdi stellt [PDF], eine ausführliche und sorgfältige Antwort erhalten.

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Virologin zu Corona: »Wir überspannen den Bogen«

Karin Moelling ist nicht irgendwer. Auch nach Ihrer Emeritierung an der Universität Zürich [PDF] forscht die renommierte Virologin in Berlin.

In einer bemerkenswerten Intervention hat Frau Professor Moelling das persönliche Risiko vorübergehender Rufschädigung in Kauf genommen und sich klar und deutlich positioniert: In der Phönix-Runde vom 17. März hat sie die nun getroffenen weit reichenden Einschränkungen im öffentlichen Leben als zu weitgehend kritisiert.

Aus der Phönix-Runde vom 17. März: Prof. Karin Moelling, Virologin am Max-Planck-Institut warnt vor »Scharfmachern«

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Frau Prof. Dr. Moelling ist sehr für die Einhaltung hygenischer und vernünftiger Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz geschwächter Menschen. Händeschütteln zur Begrüßung lehnt sie selbst bereits seit 20 Jahren ab, wie sie dem Berliner Sender Radio Eins am vergangenen Samstag sagte.

Allerdings sei das Coronavirus auch in seiner neuen Variante nicht so gefährlich, dass es weitgehende Maßnahmen und Einschränkungen wie Schulschließungen oder Einschnitte in das Öffentliche Leben rechtfertige: »Es ist keine so schlimme Epidemie, wie wir hier schon als Basis für die Diskussion annehmen.«

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

* Hinweis: Karin Moelling spricht als Privatperson und nicht für das Max-Planck-Institut oder die Universität Zürich.

Lösung des Corona-Problems: Panikmacher isolieren

Von Wolfgang Wodarg

Wir beobachten nicht die Krankheiten, sondern die Aktivität der nach ihnen suchenden Virologen.

Dr. med Wolfgang Wodarg

Dem Corona-Hype liegt keine außergewöhnliche medizinische Gefahr zugrunde. Er verursacht aber eine erhebliche Schädigung unserer Freiheits- und Persönlichkeitsrechte durch leichtfertige und unberechtigte Quarantänemaßnahmen und Verbotsregelungen.

Die Bilder in den Medien sind beängstigend und den Verkehr in den Städten Chinas regelt das Fieberthermometer. Der Karneval in Venedig wurde abgesagt, nachdem bei einem älteren sterbenden Klinikpatient der Test positiv ausfiel. Als eine Handvoll Menschen in Oberitalien auch positiv getestet waren, machte Österreich gleich vorübergehend den Brenner-Pass dicht. Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls dürfen über 1000 Menschen ihr Hotel auf Teneriffa nicht verlassen. Auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess konnten 3700 Passagiere nicht von Bord. Anfang Februar wurden 126 Menschen aus Wuhan per Flugzeug nach Deutschland gebracht und blieben dort kerngesund über zwei Wochen in Quarantäne. Bei zwei der Gesunden wurden Coronaviren nachgewiesen.

Ähnliche Horrorszenarien gab es in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder. Doch die „Schweinegrippe-Pandemie“ der WHO war in Wirklichkeit eine der mildesten Grippewellen in der Geschichte und auf die „Vogelgrippe“ warten nicht nur die Zugvögel bis heute.

Wir messen derzeit nicht die Inzidenz von Coronavirus-Erkrankungen, sondern die Aktivität der nach ihnen suchenden Spezialisten. Alle Institutionen, die uns jetzt wieder zur Vorsicht alarmieren, haben uns schon mehrfach im Stich gelassen und versagt. Viel zu oft sind sie institutionell durch Sekundärinteressen aus Wirtschaft und/oder Politik korrumpiert.

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»Die Dinge ändern sich Schritt für Schritt«

Vollständiges Interview von Barry Bryant mit Dr. med. Dwight McKee, aus dem Buch „Cancer and Consciousness“, Boston 1990, Samaya Foundation

Seite 195 Cancer as Teacher
Faksimile der Titelseite des Interviews von Barry Bryant mit Dr. Dwight McKee aus dem Buch „Cancer and Consciousness“, Boston 1990

Im Rahmen einer Recherche über ganzheitliche Medizin und integrative Onkologie ist mir vor einigen Monaten das Buch „Cancer and Consciousness“ in die Hände gefallen. Es handelt sich um einen Sammelband verschiedener Interviews des Herausgebers Barry Bryant mit Medizinern, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens. Ziel des Buchs ist ausweislich des einführenden Kapitels der Versuch, Krebs als Phänomen und als Erkrankung zu verstehen und insbesondere den engen Blickwinkel auf Krebs als Feind zu weiten und nach Lehren und Rückschlüssen zu suchen, die eine ganzheitliche Betrachtung des systemischen Phänomens ermöglichen könnte. Neben einem Interview mit S.H. dem XIV. Dalai Lama hat mich ein Interview mit dem Onkologen Dwight McKee fasziniert. Nachfolgend bringe ich mit seinem Einverständnis die Übersetzung des Interviews von Barry Bryant mit Dr. Dwight McKee im kompletten Umfang.

BRYANT: Sie verfügen über eine Menge Erfahrung in der Entwicklung und Anwendung unterschiedlichster Ansätze zur Behandlung von Krebs. Welches ist Ihrer Meinung nach unser größtes medizinisches Problem heute?

McKEE: Aus meiner Perspektive scheint das grundlegende Problem darin zu bestehen, dass wir uns viel mehr um die Behandlung von Erkrankungen und zu wenig um die Stärkung der Gesundheit kümmern. Tatsächlich geben wir gute zehn Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts für die Behandlung von Erkrankungen aus. Präventive Medizin haben wir komplett vernachlässigt. Anstatt Menschen zu helfen, gesund zu bleiben, verwenden wir all unsere Energie darauf, Arzneien für Krankheiten zu entdecken, die bereits dramatische Symptome entwickelt haben. Unser Gesundheitswesen lässt uns hilflos zurück mit dem allgemeinen, weit verbreiteten Gefühl von Unwohlsein fertig zu werden, welches heute das größte Problem darstellt.

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„After Cancer Care“ im Gespräch

Eine Krebserkrankung gehört zu den Dingen, die das Leben eines Menschen dramatisch beeinträchtigen. Anders jedoch als bei einem Herzinfarkt fehlt es bei Krebs an einem gleichwertigen Rehabilitationsprogramm. Während es beispielsweise für Herz-Kreislauferkrankungen einen grundsätzlichen Anspruch auf eine dreiwöchige Rehabilitation gibt, sind onkologische Patienten nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt berechtigt, eine Rehabilitation zu beantragen. Dazu zählen eine „positive Prognose“ sowie körperliche Belastbarkeit. Das Buch „After Cancer Care“ der drei ärztlichen Autoren Dr. Gerald Lemole (Kardiologie und Integrative Medizin), Dr. Pallav Mehta (Integrative Onkologie) und Dr. Dwight McKee (Onkologie, Ernährungsmedizin sowie Integrative und holistische Medizin) haben einen umfassenden Ratgeber geschrieben, der Betroffenen (Patienten wie Angehörigen) helfen soll, explizit auch das Risiko eines Rückfalls zu minimieren. In der Radiosendung „Die Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 sprach Uwe Alschner mit Siggi Ober-Grefenkämper über das Buch

Mitschnitt der Sendung „Die Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 vom 15.11.2019

Das Buch von Gerald M. Lemole u.a. trägt den Titel „After Cancer Care (Deutsche Übersetzung)“ und ist im Fachhandel erhältlich. Es kostet 16,80 EUR und hat die ISBN 9783945261057

Mythos? Vitalstoffe in der Presse

Siggi Ober-Grefenkämper und Uwe Alschner unterhalten sich über den Artikel „Mythos Vitaminpille“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 1. Mai 2019, der sich sehr undifferenziert und einseitig mit dem Thema Supplementation auseinandersetzt.

Mitschnitt der Sendung „Die Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 vom 31. Mai 2019