12 Pfeiler der Gesundheit

Gesundheit, das ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als den Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Dieser Zustand wird nicht einmalig erreicht, sondern ist ein Wert, der täglich neu gefestigt werden will.

Wie wertvoll Gesundheit tatsächlich ist, spüren wir erst dann, wenn es uns nicht mehr gut geht, und sich das Wohlbefinden auch durch die sprichwörtliche „gute Mütze Schlaf“ oder einen „ordentlichen Teller von Omas Suppe“ nicht wieder einstellen will.

Und auch wenn wir immer noch eines der besten Gesundheitswesen auf der Welt haben, so ist es doch nicht zu leugnen, dass wir an einem Scheidepunkt angekommen zu sein scheinen: immer mehr Menschen erkranken in immer jüngeren Jahren an den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Hinter diesem Begriff verbergen sich Krebs, Herzinfarkt, Diabetes, Rheuma, oder Demenz, und sie alle haben trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Gemeinsamkeit: Es sind Erkrankungen des westlichen Lebensstils. Und sie stellen unsere Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen, finanziell und organisatorisch.

Um so wichtiger ist es, dass wir uns darauf besinnen, was wir selbst tun können, um gesund zu bleiben. Dwight McKee, ein amerikanischer Onkologe, der seit langem dafür wirbt, dass Menschen nach einer Krebsdiagnose einen Anspruch auf Reha-Leistungen erhalten sollten, um über eine Veränderung des Lebensstils ihr Rückfall-Risiko zu minimieren, nennt 12 Grundpfeiler der Gesundheit, die wir alle beachten können. Ganz egal, ob wir uns von einer Erkranung erholen oder dem Entstehen von Krankheit bestmöglich vorbeugen wollen.

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Warum wir dick werden? Fett ist es nicht!

Gary Taubes ist ein Journalist mit einem Gespür für eine „gute Geschichte“. Er ist es gewohnt, den Dingen auf den Grund zu gehen, zu hinterfragen. In seinem neuesten Buch in deutscher Sprache, recherchierte er die Frage, „warum wir dick werden“. Darüber, und über sein jüngstes Buch in englischer Sprache, hat Gary Taubes dem Vitalstoff.blog ein Interview gegeben, das nun mit deutschen Untertiteln (Einstellung im YouTube-Video) verfügbar ist. Spoiler-Alert: Es ist nicht das Fett, was uns fett macht. Auch nicht Kokosöl…

Gute Vorsätze gefasst? Denke an dein Mikrobiom!

Vitalstoffblog-VorsatzSame procedure as every year! Das neue Jahr beginnt und gute Vorsätze weisen uns den Weg. Wie sieht’s bei euch aus? Auch dabei? Und noch wichtiger: noch dabei?Denn der Elan erlahmt schnell. Ganz oben auf der Liste dessen, was man sich vornimmt, stehen häufig gesundheitsbezogene Absichten, allen voran „mehr Sport treiben“ und „abnehmen„. Nicht selten ist Ersteres ein erhofftes Vehikel für Letzteres, also Sport als Mittel zum Zweck. Hier kommt ein Rat, der euch hilft, ein gesundes Gewicht zu erreichen und motiviert zu bleiben für sportliche und andere Aktivitäten. Gute Vorsätze gefasst? Denke an dein Mikrobiom! weiterlesen

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis

Mindestens so spannend wie paradox: Nicht jedes Gemüse ist ein Gemüse. Und nicht alles ist gesund, was wir für gesund halten. Erklärt im neuen Buch von Dr. Steven R. Gundry

Du bist, was du isst. Auf diesen Nenner lässt sich vereinfacht die Lehre des Hippokrates bringen. Ein neues Buch über “verborgene Gefahren in gesunder Nahrung” gibt diesem Satz nun eine ganz neue Bedeutung: nicht nur Junk Food im Sinne von industriell verarbeiteten Lebensmitteln bergen Gesundheitsrisiken. Auch einiges, was wir bisher als gesundes Gemüse bezeichnet haben, ist für den menschlichen Stoffwechsel und unser Immunsystem problematisch. Steven Gundry heisst der Autor, und er ist als Herzchirurg und Immunologe ausgebildet, was es Kritikern schwer macht, sein Buch The Plant Paradox (Pflanzliches Paradoxon) als Quatsch abzutun. Noch ist es nicht auf deutsch verfügbar, daher folgt hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Kapitel.

Wer nach Stimmen zu dem Buch sucht, stößt entweder auf völlige Begeisterung, oder auf totale Ablehnung. Dazwischen gibt es wenig. Ablehnung erfährt Gundry vor allem für die – verkürzte – These, dass Lektine krank machen. Lektine sind Signalmoleküle, die überall vorkommen, daher könnten sie nicht die von Gundry beschriebenen Probleme verantwortlich sein. Schliesslich sei nicht jeder Mensch krank, obwohl jeder Mensch Lektine zu sich nehme. Diese Argumentationsweise ist ähnlich jener bei Gluten: da nur wenige Menschen an Zölliakie erkranken, aber fast alle Menschen Gluten essen, sei Gluten nicht das Problem.

Also alles nur ein hysterischer Unsinn, den eine fehlgeleitete Öffentlichkeit von ideologischen Aktivisten eingetrichtert bekommt? Die Frucht vom Baum der Erkenntnis weiterlesen

Gluten – ein Irrtum?


In der folgenden Geschichte geht es um Wahrheit. Genauer gesagt um Wissenschaft und Journalismus, die sich beide darum bemühen, die Dinge so darzustellen und zu erklären, wie sie sind. Manchmal gelingt das. Manchmal geht es schief. »Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.« Mir kam die Weisheit in den Sinn, als ich die neueste Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brandeins und die dort abgedruckte Geschichte über Gluten las. Unter der Überschrift Lukrativer Irrglaube berichtet das Heft über eine vermeintlich „maßlos übertriebene“ Angst vor Gluten. Wie es sich für guten Journalismus gehört, hat die Geschichte nicht nur einen Aufhänger (die erste glutenfreie Konditorei in Düsseldorf), sondern auch eine Quelle, auf der die Grundaussage des Beitrags fußt. Welche Quelle könnte besser geeignet sein, um Angst vor Gluten zu bewerten, als eine wissenschaftliche Koryphäe. Was brandeins übersehen hat: der Wissenschaftler, den sie zitieren, sitzt im Glashaus. Und mit ihm die ganze schöne Geschichte! Gluten – ein Irrtum? weiterlesen

In eigener Sache

Dieses Blog beschäftigt sich mit Mikronährstoffen. Der gestern veröffentlichte Beitrag, so haben mich einige Leser gefragt, hatte damit weniger zu tun. Ob sich der Schwerpunkt des Vitalstoff-Blogs nun verschiebt, wollte ein Leser wissen. Ganz sicher nicht. Im Gegenteil: der Beitrag drehte sich um die Erkenntnisse und Einsichten von Robyn O’Brien als ehemaluger Expertin in der Bewertung von Lebensmittelkonzernen. Ganz nebenbei aber enhält der verlinkte TED-Vortrag (von dem es weitere auf YouTube gibt) und die Beiträge von Robyn O’Brien einige Details, die erklären helfen, warum es wichtig ist, Vitalstoffe zu ergänzen.

Das Geschäftsmodell, von dem Robyn berichtet, welches rücksichtslos und ohne nachhaltiges Risiko-Assessment seit zwanzig, dreißig Jahren neue technologische Kunstprodukte in die Nahrung hat einbauen lassen (in den USA mehr als hier in Europa, aber auch hier läuft im Orinzip das gleiche!) lautete: »Shelf-Life-Extension«.

Am dramatischen Ende der Folgen-Skala zeigte sich dann immer deutlicher die unmittelbar pathologische Wirkung: Zunahme von Erkrankungen wie Asthma, ADHS, Allergie und Autismus.
Dazu schreibt der Arzt in diesem Vorwort einiges. Unter anderem auch vom grundsätzlichen Wert, den Vitalstoffe hier haben, weil sie den oxidativen Stress im Kindeskörper lindern/puffern.
Was er nicht schreibt, ist dass am unteren Ende der Folgen-Skala zwar keine Erkrankungen in Form manifester Pathologien entstanden sind. Doch dies hat einzig und allein seinen Grund darin, dass viele Kinder schlicht noch „zu gesund“ waren/sind, als dass sie Krankheitsbilder entwickelt hätten. Denn klar ist: auch in ihren Körpern hat das selbe stattgefunden. Sie haben die selben Dinge gegessen. Nur hatten sie – zum Glück – eine bessere Grundkonstitution als ihre Geschwister. Sprich: sie hatten noch mehr Puffer, den sie in die Waagschale werfen konnten. Gezehrt hat alles genau so an ihnen, wie an ihren Altersgenossen.

Seit Jahrzehnten läuft bei uns das selbe Spiel: kommerzielle Interessen haben „Monopoly gespielt“. Sie haben versucht, alles in puncto Lebensmitteltechnologie zu nutzen, was irgendwie ging, um die Verwertbarkeit ihrer Produkte zu steigern. Der Preis dafür war einer, der sich erst nach und nach in seiner vollen Höhe zeigte: die Nährstoffe, die der Nahrung entzogen wurden, um sie leichter/schneller zu verarbeiten, bzw. länger im Regal stehen lassen zu können, bis ein Käufer kommt (Profit durch mehr Umsatz, geringere Logistik- oder sogar geringere Produktionskosten), diese Nährstoffe haben den Kindern gefehlt. Uns Erwachsenen zwar auch, aber im Unterschied zu den Kids haben wir unsere Entwicklung abgeschlossen. Die Kinder müssen erst noch ihren Körper und ihre Persönlichkeit voll herausbilden. Dazu benötigen sie das beste Material für einen optimalen Stoffwechsel.

Statt dessen haben sie Zeug von der Industrie vorgesetzt bekommen, welches nicht nur „das Beste“ entzogen bekommen hat, sondern welches zunehmend so manipuliert wurde, dass der stoffwechsel dieser Kinder massiv belasted wurde. Entzündungsprozesse, andere Auto-Immunreaktionen und oxidativer Stress auf der einen Seite. Ein geschwächtes Entgiftungssystem des Kindes auf der anderen Seite, was dazu führt, dass der Körper (vor allem die Leber) viele Toxine schlicht nicht mehr loswerden kann.

Hinter jeden Prozess könnte ein Buchhalter biochemischer Grundlagen vermerken, wieviel dem gesunden Kind an den zahlreichen Vitalstoffen, derer sein Organismus bedarf, erst gar nicht mehr zugeführt wurde (das dem Lebensmittel vorab oder im Produktionsprozess entzogen wurde) oder wieviel „Kredit“ die Bindegewebe und Knochen des Kindes dem Organismus gegeben haben, indem sie als „Ersatzlieferanten“ für Säureblocker oder andere Mineralien herhalten mussten. Die Dimensionen messen sich also sowohl in mangelnder Zufuhr als auch in erhöhtem Verbrauch.

Es ist nicht möglich, zwei Kinder, die miteinander aufwachsen, diesbezüglich zu vergleichen, um einen „Normzustand“ zu definieren. Oder um zu sehen, wem es besser ergangen ist. Dazu sind die jeweiligen Grundvoraussetzungen, mit denen Kinder auf die Welt gekommen sind, zu unterschiedlich (angefangen vom genetischen Erbe der Eltern, ihrem Lebenswandel vor und während der Zeugung, dem Verlauf der Schwangerschaft, dem Zeitpunkt der Geburt im Jahreszyklus Sommer/Winter, den Erkrankungen seit der Geburt, ihrer Ernährung und Lebenswandel etc. etc.). Was man allerdings vergleichen kann, ist der Saldo dessen, was ein Kind heute zu sich nimmt, und dem, was es vor dreissig, fünfzig, hundert oder tausend Jahren zu sich genommen hat. Ein solcher Vergleich läuft mit Ausnahme der Zahl der Brennwerte (Kalorien) sehr sicher zu ungunsten der heutigen Kinder aus. Ihre Nahrung ist in hohem Maße industrialisiert (angefangen bei der Säuglingsnahrung, selbst wenn die Mutter stillt) und nahezu allen essentiellen Nährstoffen entzogen. Denn diese sind empfindlich. Und sie vertragen keine technischen Manipulationen.

Daher versorge ich meinen Körper, und den meiner Kinder, mit hochwertigen, möglichst natürlichen Vitalstoffen. Selbst mit dieser Grundlage haben unsere Körper heute jeden Tag Höchstleistungen bei der Bewältigung von Streß, der Abwehr von Giften und Keimen und bei der Verdauung der Nahrung zu vollbringen. Ohne geht es gar nicht, da bin ich sicher!