New York: Eine Krankenschwester im Covid-Epizentrum

Bericht aus einem Epizentrum-Krankenhaus in New York City, Elmhurst Hospital im Stadtteil Queens. Film Nummer 9 aus der Reihe „Perspectives of the Pamdemic“

0:01:19 Guverneur Mario Cuomo (D) macht auf einer Pressekonferenz Druck für Beatmungsgeräte

0:02:00 Krankenschwester Erin Olszewski berichtet über Mißstände in der Versorgung von Patienten, die sie mit verdeckter Kamera dokumentiert. Olszewski ist Veteranin aus dem Irak-Krieg seit 2003 wo sie selbst verwundet wurde und seit ihrer Rückkehr nach Florida 2012 als Krankenschwester arbeitet.

Hat einen Monat in Elmhurst gearbeitet und berichtet von unglaublichen Mißständen, allen voran die gemeinsame Unterbringung von infizierten und mehrfach negativ getesteten Patienten in einem Zweibettzimmer – wo sie sich letztlich infizierten.

Perspectives of the Pandemic: Erin Olszewski, Irak-erfahrene Krankenschwester berichtet aus New York

0:06:00 Patienten kommen mit Atembeschwerden, von denen viele einfach nur in Nervosität und Angst begründet sind.

Den Patienten wird gesagt, sie müssten sich künstlich beatmen und ins Koma verlegen lassen, um eine Überlebenschance zu haben, obwohl bereits damals (April/Mai) die Berichte über Risiken und Todesfälle durch künstliche Beatmung bekannt waren. Die Gründe, so Olszewski, seien finanzieller Natur: das unterfinanzierte öffentliche Brennpunkt-Krankenhaus Elmhurst beötigt die Covid-Vergütungspauschale, die bei künstlicher Beatmung ungleich höher bemessen ist.

0:09:00 Die Patienten sind mehrheitlich im Alter zwischen 40-50 Jahren, und sind zur Hälfte Covid negativ bei Ankunft, obwohl das Krankenhaus ein Corona-Krankenhaus ist.

0:10:26 Eine weitere Schwester bestätigt, dass sie ebenfalls zwei Patienten auf Zimmer 26 habe, die ursprünglich Covid-negativ getestet wurden, sich jedoch im Krankenhaus infiziert haben („because we gave it to him here“).

0:11:00 Nachdem Patienten verstarben, wurde das Krankenzimmer nur notdürftig mit einem Besen gereinigt – nicht gewischt – bevor der nächste Patient belegt wurde.

0:12:00 Hygienemängel an der Tagesordnung. Keine Schnelltest aus Kostengründen, statt dessen Aufnahme von negativen Patienten in Corona-Stationen. Es gibt einen begenzten Vorrat an Schnelltests, die jedoch nur jene erhalten, die es sich leisten können. („It‘s about money, it’s the Reality“).

0:14:20 Die Krankenhäuser im Irak, einem Drittwelt-Land sind besser aufgestellt, als dieses Krankenhaus in New York City.

0:15:20 Finanzielle Anreize, Covid zu diagnostizierten. 29.000 US$ pro Covid-Patient.

0:17:00 37jähriger ansprechbarer Patient wurde überredet, sich künstlich beatmen zu lassen. Er lebt nicht mehr. Es wurden bei Schichtübergabe Anweisungen erteilt, keine Wiederbelebung (DNR-Order) zu unternehmen, falls Herzstillstand eintrete.

0:19:45 Arzt bestätigt die Handhabung im Elmhurst-Klinikum, „aus Mangel an Dialysegeräten und Blut“ keine Wiederbelebung zu unternehmen und keine lebenserhaltenden Systeme anzuschließen. Die Krankenschwestern versichern sich gegenseitig, dass es Ihrem Berufsethos widerspreche und sie eine schriftliche Anordnung in der Patientenakte benötigten, um solche Entscheidungen mittragen zu können.

0:21:50 Debatten über die Handhabung während der Patient verstirbt.

0:24:15 Interner Streit über den Umgang mit Patienten und der Situation, weil Anweisungen „von oben“ dem beruflichen Standard widersprechen.

0:26:00 Lokale Beschäftigte haben den Zynismus der Lage bereits akzeptiert und sich angepasst. („Ein Unrechtsbewusstsein ist nicht mehr vorhanden.“)

0:27:00 Lungenentzündung als Folge der Intubation. „Er ist 37 Jahre alt – und tot.“ Was geschieht, geschehe des Geldes wegen. „Es ist Mord.“

0:31:00 Rekonstruktion des Todesfalls des 37jährigen Patienten.

0:33:00 Alternativen zur künstlichen Beatmung: Sauerstoff-Atemmaske. Wird in Florida eingesetzt, nicht am Elmhurst Klinikum in NYC.

0:33:45 Einziger Überlebender auf der Station war ein Patient, der aus dem künstlichen Koma erwachte und den Beatmungsschlauch selbst herauszog.

0:37:30 An der Beatmungsmaschine. Druck verletzt das Lungengewebe, was mehr Druck erfordert, solange, bis die Höchste Stufe erreicht ist. „Dann warten sie auf den Tod.“

0:39:45 Einsatz von Hydroxychloroquine und Zink für Patienten in Florida. Warum wird es in New York verdammt? „Weil es funktioniert und die Patienten kein Beatmungsgerät benötigen würden.“

0:41:00 Bericht über Therapieansatz in Houston/TX. mit Vitaminen, Entzündungssenkern und Hydroxychloroquine. Wir haben bei mehr als 40 Patienten behandelt, ohne jede Komplikation.

0:45:15 Gouverneur Cuomo untersagt Anwendung von Hydroxychloroquine in New York. Dokumentierte Erfolge mit HCL bei SARS CoV 1 in 2002/3.

0:46:30 Studie der Yale University dokumentiert Erfolge von Hydroxychloroquine im frühzeitigen Einsatz bei Covid. Lancet zieht kritische Studie zurück, weil Daten manipuliert worden sein könnten.

0:47:00 Plädoyer für freie Arzt-Patienten-Entscheidung über Therapie.

0:48:20 Arzt am Elmhurst Klinikum schon vorab überzeugt, dass 90 Prozent der Patienten sterben werden.

0:50:30 Hochdosis Vitamin C wird in Asien eingesetzt, um fortgeschrittenes Covid zu behandeln.

0:53:30 Patient mit Hyperglykämie wird intubiert und zieht sich Beatmungsschlauch heraus. Die Beruhigungsmedikamente schlugen nicht an, weil er regelmäßig Drogen konsumierte und somit resistent war. Er extubiert sich selbst – und überlebt

0:59:00 Warten auf die Welle in Florida, die niemals kam.

1:00:00 Positive Effekte von Aufenthalt am Strand in der Sonne: Vitamin D, Mineralien, Frischluft

1:02:00 Gründe für besondere Schwere der Fälle in New York: Überforderte und unterfinanzierte Krankenhäuser.

1:04:00 Botschaft an die Zuhörer: Wenn eine Botschaft, die ihr im Zusammenhang mit Covid hört, euch nicht stimmig vorkommt, verwerft sie sich zu schnell. Denkt drüber nach! Könnte es sein, dass es anders ist? Was könnte dafür sprechen? Anerkennt praktische Erfahrung.

1:07:15 Erin schildert unter Tränen, wie sie von einem Patienten abgezogen wird, der stabil war trotz Luftröhrenschnitt, der ansprechbar war und scherzte. Sie wurde abgezogen und 20 Minuten später musste der Patient von einer Assistenzärztin wiederbelebt werden, wegen einer Verstopfung in der Luftröhre. Die Wiederbelebung schlug fehl. Der Patient verstarb. Erin fragt sich: warum wurde ich abgezogen? Es war ihr letzter Arbeitstag.

Veröffentlicht von

Uwe Alschner

Uwe Alschner, Dr. phil. M.A., Traumdoc, Big Five for Life® Coach, ist begeisterter Blogger und Coach. Die Beiträge drehen sich vorwiegend um die Themen Eigenverantwortung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

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