Verschwörungstheorien?

Acht Wochen nach Beginn der Krise werden weiterhin von namhaften Wissenschaftlern Fragen zur Grundlage der Schutzmaßnahmen gestellt. Gleichzeitig wird von Medien und Politik vor Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit Kritik an den Maßnahmen gewarnt. Was ist dran? Was sind Verschwörtungstheorien? Diesen und anderen Fragen gehen Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner und ModeratorSiggi Ober-Grefenkämper in einer Extra-Ausgabe der Gesunden Stunde nach.

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Das BMI-Papier zur Corona-Krise

Am 7. Mai hat ein Beamter im Referat KM 4 im Bundesministerium des Innern (BMI) eine Analyse der aktuellen Krise in Folge der Maßnahmen zur Abwehr des neuartigen Coronavirus SARS-COV2 an einen großen Verteiler in Bundesministerien und Dienststellen der Länder verschickt.

Die Analyse übt schwere Kritik am Handling der Krise durch den Krisenstab der Bundesregierung, die weder Konsequenzen aus jahrelang bekannten Empfehlungen zuständiger Behörden und Kommissionen gezogen habe noch in der Lage gewesen sei, Risiken zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur (KRITIS) zu minimieren.

Die Bundesregierung hat das Papier als „Privatmeinung“ abqualifiziert und den Beamten vom Dienst suspendiert. Das ist – weil es eine politische Dimension hat – noch verständlich (aber nicht notwendigerweise richtig).

Dass sich die Medien in derart unkritischer Weise die Verlautbarung der Bundesregierung zu eigen gemacht haben und auch „Verschwörungstheorien“ und „Corona-Leugner“ am Werk sahen, beunruhigt. Warum?

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Lasst uns ganz Mensch sein!

Seit Beginn der Coronakrise bemühe ich mich darum, Informationen zur Gefährlichkeit von SARS-COV2 zu analysieren. Ich bin jedoch nur im Privatleben Herausgeber eines Blogs über Prävention. Im Hauptberuf bin ich Coach und Unternehmensberater. Ursprünglich komme ich aus den Feldern Diplomatie und Politik.
Als solches verstehe ich mich als Wanderer zwischen unterschiedlichen Welten. Wirtschaft/Politik, Schulmedizin/Integrative Medizin, Englisch/Deutsch, Geschichte/Gegenwart uvm. Mein Lebensmotto lautet „Ganz Mensch sein“.

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Versäumnisse im Umgang mit dem Virus

Am 30. März wendete sich Professor Dr. Dr. Martin Haditsch, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, mit einem Video an die Öffentlichkeit, um sein Unbehagen über das öffentliche Handling der Krise rund um das neuartige Virus zu artikulieren. Dieses und ein weiteres Video vom 20. April sind mittlerweile vielfach angesehen und geteilt worden.
In diesem Gespräch mit Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner erläutert Herr Prof. Haditsch sein anhaltendes Unbehagen über die Versäumnisse öffentlicher Institutionen in dieser Pandemie.

Prof. Dr.Dr. Martin Haditsch im Interview
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»Wer könnte ein Interesse daran haben?«

Ich habe Verständnis für jeden, der sich über die Art und Weise wundert, wie wir in unserem Land mit der Krise umgehen. Oder auch wie wir eine Situation so aufladen, dass eine Krise entsteht.

Aktuell wird nahezu jeder persönlich angegriffen, der Fragen stellt. Obwohl doch das Prinzip der Wissenschaft darin besteht, Fragen zu stellen und Beobachtungen auf diese Weise abzusichern. Wir sollten insofern ein Interesse daran haben, gerade dort besonders kritisch nachzufragen, wo weit reichende Schlüsse postuliert werden. Fragen wie diese: »Ist das wirklich so? Kann es sein, dass ich [der/die Wissenschaftlerin/Politikerin] mich irre? Was sind die Folgen meines Tuns? Ist das, was ich tue notwendig? Ist das, was ich tue verhältnismäßig? Ist das, was ich tue hinreichend fundiert? Was tue ich, um die Datenbasis zu untermauern und permanent zu verbessern? Welche Fragen sollte ich ernst nehmen? Wen gibt es, der eine andere Meinung vertritt? Habe ich ihn/sie im öffentlichen Interesse angehört oder beteiligt?«

Über solche Fragen hat sich unter anderem Professor John Ioannidis von der Stanford University in einem hier veröffentlichten Interview Gedanken gemacht.

Gedanken hat sich offensichtlich auch Professor Klaus Püschel gemacht, als er in der Tagesschau gefragt wurde, “wer ein Interesse daran haben könnte”, dass die Gefahren überzeichnet werden. Professor Püschel war erfahren genug im Umgang mit den Medien, um zu erkennen, dass dies wohl eine sehr gute Frage ist, die ein Journalist stellen muss. Aber keine, auf die ein Rechtsmediziner antworten sollte!

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»Die beste Medizin gegen Covid-19 ist unser Immunsystem«

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat geschafft, was ARD und ZDF bisher nicht vermochten: Namhafte Kritiker der Schutzmaßnahmen und verantwortliche Vertreter der Gesundheitsbehörden zusammen zu bringen. In einem Webinar trafen unter der Moderation des BVMW der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Hamburger Universitätsklinikum Prof. Dr. Klaus Püschel, und der Infektionsmediziner und emeritierte Professor für medizinische Mikrobiologie, Dr. Sucharit Bhakdi, aufeinander. Das Gespräch ist sehr sehenswert – und durchaus aufschlussreich. Auch wenn Professor Püschel seinem Kollegen Bhakdi nicht in allen Punkten beipflichtete, waren doch Übereinstimmungen im zentralen Aspekt der Einschätzung einer Gefahr durch das Virus und auch über den Umfang der angeordneten Schutzmaßnahmen erkennbar.

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Corona aus der Perspektive der Politik

Ruprecht Polenz ist ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der CDU. Er lebt seit dem 9. März 2020 in selbst auferlegter Isolation, um das Risiko der Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu minimieren. Herr Polenz ist in dreierlei Hinsicht Angehöriger einer Risikogruppe und hat als solcher viel Verständnis für die angeordneten Schutzmaßnahmen. Ich schätze Herrn Polenz als besonnenen Menschen mit hohem bürgerschaftlichen Engagement. Wir haben uns zum „Streitgespräch“ verabredet, nachdem ich ihm meine Sorgen über die Verhältnismäßigkeit der Mittel zur Abwehr einer auch nach offiziellen Angaben nicht exakt definierbaren Gefahr mitgeteilt habe.

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