»Sterblichkeit viel niedriger als wir denken«

Der Direktor des Zentrums für Eividenzbasierte Medizin an der Universität Oxford, Professor Carl Heneghan, hat schwere Kritik am laxen Umgang mit offiziellen Sterblichkeits-Daten zu Covid in Großbritannien geäußert. Auch aus Deutschland sind Fälle dokumentiert, wo nachträglich Statistiken korrigiert wurden, wenn Menschen an anderen Todesursachen starben, aber früher einmal positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

Auch an den Maßnahmen zum Lockdown in Grobritannien hat der Epidemiologe gemeinsam mit seinem Kollegen Tom Jefferson deutliche Kritik geäußert. Beide halten es nicht für gangbar, eine Strategie zu verfolgen, die auf Unterdrückung/Ausrottung von SARS-CoV2 setzt.

Wir dokumentieren nachfolgend Auszüge eines Interviews mit dem Informationsdienst UnHerd.com.

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Schweden ist kein abschreckendes Beispiel

Das Beispiel Schwedens wird von Deutschlands Politik und den Medien nahezu einhellig als Argument verwendet, um Fragen nach der Verhältnismäßigkeit der hiesigen Maßnahmen zur Abwehr möglicher Gefahren durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV2 zu deligitmieren.

Mehr Tote pro Kopf und ein erneuter Anstieg der Fallzahlen seien der Beweis für die Richtigkeit der deutschen Maßnahmen, auch wenn Fachleute wie der Bonner Virologe Hendrik Streeck ebenfalls früh darauf hingewiesen haben, dass der Lockdown Mitte März erfolgte, bevor überhaupt die zuvor erlassenen Maßnahmen, die eher auf der Linie Schwedens lagen und in einem Appell an die Besonnenheit der Bevölkerung sowie in Absagen von Großveranstaltungen (Super-Spreading-Events) überhaupt auf ihre Wirksamkeit hätten zeigen können.

Um so bedeutsamer ist nun dieses Interview des britischen YouTube-Kanals Unherd mit der Schwedischen Ärztin und Forscherin am renommierten Karolinska-Institut, Dr. Soo Aleman.

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