Mythos? Vitalstoffe in der Presse

Siggi Ober-Grefenkämper und Uwe Alschner unterhalten sich über den Artikel „Mythos Vitaminpille“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 1. Mai 2019, der sich sehr undifferenziert und einseitig mit dem Thema Supplementation auseinandersetzt.

Mitschnitt der Sendung „Die Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 vom 31. Mai 2019

Wem nützt es?

Eine komplette Zeitungsseite widmete der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 28. April 2019 dem Thema „Nahrungsergänzung“. Es war eine Darstellung, in der sich ein Mediziner scheinbar detailliert mit der Frage beschäftigte, wem Nahrungsergänzungen nützen. Seine Schlussfolgerung: es sei „ein Milliardengeschäft“ und nütze ansonsten niemandem, außer den Herstellern. In einem Videobeitrag setzt sich Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner ausführlich mit zehn Aussagen des Artikels auseinander.

Spoiler-Alert: es gibt eine Branche, die um einige zig-Milliarden Euro schwerer ist, und die es geschafft hat, einen Standard für die Art und Weise zu etablieren, wie man Wirksamkeit medizinisch nachweist. Dieser Standard lässt sich jedoch auf komplexe biochemische Prozesse mit mehreren natürlichen Faktoren, wie es Mikronährstoffe sind, nicht anwenden. Qui bono?

Mehr zum Thema:

Warum Vitalstoffe nicht wirken dürfen.

Bruce Ames über Natürliche Auslese

Stephanie Seneff über Glycin und Glyphosat

Man wundert sich …

»Länger Leben dank Sonnenhormon« – Eine Schlagzeile, die aufhorchen lässt. Es geschieht nicht alle Tage, dass in der Tagespresse positiv über Vitalstoffe berichtet wird. Hier war es der Fall. Zumindest in der Überschrift und in weiten Teilen des Textes wird sehr positiv über die gesundheitsfördernde Wirkung von Vitamin D berichtet. Allein schon aus diesem Grund lohnt sich eine Beschäftigung mit diesem Artikel aus dem Tagesspiegel. Vielmehr als die Nachricht selbst („Menschen mit ausreichend Vitamin D im Blut erfreuen sich besserer Gesundheit als solche mit einem Mangel.„) ist der Aufbau des Berichtes von Interesse. Der verrät nämlich einiges über die Vieldeutigkeit der Wissenschaftlichen Erkenntnisse. Denn obwohl die Ergebnisse dänischer Forscher, über die der Tagesspiegel berichtet, einen klaren Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin-D-Spiegel und einer besseren Gesundheit nachweisen konnten, mussten die Forscher eine Einschränkung einbauen: Es sei unklar, ob der Zusammenhang ursächlich sei, oder lediglich eine Folge eines anderen, unerforschten Grundes. Es könne nicht ausgeschlossen werden, so heisst es in dem Bericht, „dass eine dritte Tatsache ein wichtige Rolle spielt. So ist Vitamin-D-Mangel häufig mit ungesundem Lebensstil verknüpft, der wiederum das höhere Krankheitsrisiko erklären kann.“ Ei oder Henne, was war zuerst da? Man wundert sich … weiterlesen

Eine Verschwörung der Pharma-Lobby?

Ein Beitrag des SWR-Magazins „betrifft“ hat vor wenigen Wochen mächtig Wirbel erzeugt.

In zahlreichen Internetforen und anderen Publikationen wurde über den Inhalt und die Bedeutung des Beitrags debattiert. Bernd Seitz, Herausgeber des Magazins Network-Karriere hat mich um einen Gastbeitrag gebeten, für den ich heute recherchiert habe.
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