Mythos? Vitalstoffe in der Presse

Siggi Ober-Grefenkämper und Uwe Alschner unterhalten sich über den Artikel „Mythos Vitaminpille“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 1. Mai 2019, der sich sehr undifferenziert und einseitig mit dem Thema Supplementation auseinandersetzt.

Mitschnitt der Sendung „Die Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 vom 31. Mai 2019

Wider besseres Wissen

Hartnäckig hält sich die Meinung, Glyphosat, das weltweit meistbenutzte Pestizid, sei unschädlich für Mensch und Tier. Dabei gibt es spätestens seit 2017 Klarheit darüber, dass diese Meinung falsch ist. Im Gegenteil: Glyphosat, das haben Wissenschaftler an der University of Virginia [PDF]gezeigt, verringert den zur Aufrechterhaltung der Integrität der menschlichen Darmschleimhaut enorm wichtigen elektrischen Widerstand zwischen Epithelzellen (TEER) nicht nur dramatisch, sondern zerstört auch die in einer gesunden Darmschleimhaut gleichmäßige Binnenstruktur von Darmzellen und bewirkt eine chaotisch-ungeordnete Verteilung des Zellkerns in der Zelle. Beides manifestiert die geringere Funktionalität der Tight Junctions und eine damit verbundene Durchlässigkeit der Darmschleimhaut mit der Folge einer Gefahr chronischer Aktivierung der Immunabwehr bei Menschen.

Glyphosat-Schädigung von Darmzellen im Laborversuch, mikroskopische Darstellung im Zeitverlauf

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»Ich habe mein Leben zurück«

Eine – weitere – Erfolgsstory zum kraftvollen Ansatz des ReCODE Protokolls von Dr. Dale Bredesen. Er behauptet nicht, dass das Protokoll #Alzheimer heilen könne. Für eine so weitgehende Behauptung sind mehr Studien erforderlich, auch wenn bereits umfangreiches wissenschaftliches Material vorliegt. Aber den Verfall stoppen und dramatisch revidieren (so, dass Betroffene verlorene kognitive Fähigkeiten zurückerlangen) ist nicht nur möglich. Es ist, so Dr. Bredesen, wahrscheinlich, wenn sie mit fachkundiger therapeutischer Begleitung die zahlreichen einzelnen Faktoren ins Zentrum des Behandlungsansatzes stellen.

Dieser Ansatz schaut differenziert auf -zig Parameter eines jedes Patienten, minimiert die Exposition zu #Toxinen und optimiert den Status wichtiger #Mikronährstoffe und hormoneller Parameter. Einer dieser Parameter ist #VitaminD.

Wem nützt es?

Eine komplette Zeitungsseite widmete der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 28. April 2019 dem Thema „Nahrungsergänzung“. Es war eine Darstellung, in der sich ein Mediziner scheinbar detailliert mit der Frage beschäftigte, wem Nahrungsergänzungen nützen. Seine Schlussfolgerung: es sei „ein Milliardengeschäft“ und nütze ansonsten niemandem, außer den Herstellern. In einem Videobeitrag setzt sich Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner ausführlich mit zehn Aussagen des Artikels auseinander.

Spoiler-Alert: es gibt eine Branche, die um einige zig-Milliarden Euro schwerer ist, und die es geschafft hat, einen Standard für die Art und Weise zu etablieren, wie man Wirksamkeit medizinisch nachweist. Dieser Standard lässt sich jedoch auf komplexe biochemische Prozesse mit mehreren natürlichen Faktoren, wie es Mikronährstoffe sind, nicht anwenden. Qui bono?

Mehr zum Thema:

Warum Vitalstoffe nicht wirken dürfen.

Bruce Ames über Natürliche Auslese

Stephanie Seneff über Glycin und Glyphosat

Entzündungen als Hauptansatzpunkt für Depression

Depression ist eine erschreckend häufig auftretende Krankheit. Betroffene fühlen sich stigmatisiert, weil in ihrem Kopf „etwas nicht stimmt“. Im Extremfall ernten Sie sogar Unverständnis in ihrem Umfeld. Dass die Krankheit nicht im Kopf entsteht, schon gar keine Einbildung ist, sondern mit Reaktionen des Immunsystems zusammenhängt, ist ein Kernargument dieses Buches. Uwe Alschner sprach mit dem Autor, Cambridge-Professor Dr. Edward Bullmore, über Schlussfolgerungen aus diesem Befund. Es ist an der Zeit, so Bullmore, alte Dogmen zu hinterfragen. Und es ist wahrscheinlich, dass die Verminderung von Entzündungen im ganzen Körper ein Weg sein wird, Depressionen zu behandeln und ihre Entstehung zu verhindern. Das Interview mit Edward Bullmore hat folgenden Wortlaut:

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»Ist Glyphosat gefährlich?«

»Ist Glyphosat gefährlich?«, fragt Christiane Grefe in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 28. März 2019 und fügt als Unterzeile hinzu: “Was wir darüber darüber wissen – und was nicht”. Es ist gut, wenn Medien die Thematik Glyphosat aufgreifen. Gut auch, wenn sie versprechen, Licht ins Dunkel zu bringen. So jedenfalls verstehe ich die Beschreibung “Was wir darüber wissen – und was nicht”. Entsprechend interessiert habe ich den Artikel gelesen – und war ziemlich enttäuscht. In diesem Beitrag wende ich mich direkt an DIE ZEIT und Frau Grefe, um zusammenzufassen, was die Leserinnen und Leser hätten erwarten dürfen.

Der Beitrag aus ZEIT14/2019: https://www.zeit.de/2019/14/unkrautvernichtungsmittel-glyphosat-gesundheitsgefahr-krebs-risiken

Interview mit Dr. Stephanie Seneff über Glyphosat: https://vitalstoff.blog/2018/04/16/seneff/

Interview mit Professor em. Dr. Don Huber über Glyphosat: https://vitalstoff.blog/2018/06/01/follow-the-money/