»Medizin der Zukunft«

Es geschieht nicht alle Tage, dass sich die Gelegenheit bietet, mit einem Wissenschaftler zu sprechen, der bei zwei Nobelpreisträgern gelernt hat. Dale Bredesen ist möglicherweise selbst ein Kandidat für diese höchste wissenschaftliche Weihe. Er forscht seit dreißig Jahren über die Entstehung von Demenz. „Mein Ziel war es,“ sagt er im Gespräch, „das eine Mittel zu erfinden, mit dem man Demenz heilen könnte.“ Bredesen sagt dies, um zu erklären, wie sich sein klassisches Wissenschaftsverständnis im Laufe dieser Arbeit gewandelt hat. So, wie es möglich war, mit der Erfindung von Penicillin die Infektionskrankheiten des 20. Jahrhunderts zu besiegen, wollten Bredesen und seine Kollegen (er ist heute Professor für Neurologie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, UCLA) diese „goldene Kugel“ schaffen, mit dem der Feind, die Alzheimer-Erkrankung, besiegt werden kann. „Heute weiß ich, dass es diese goldene Kugel nicht gibt. Allenfalls gibt es eine goldene Ladung Schrot. Denn die komplexen Erkrankungen unserer Zeit wie Krebs und Alzheimer haben je Patient viele Ursachen. Und wir tun gut daran, diese Ursachen in den Blick zu nehmen!“ Dr. Bredesen hat das RECODE-Protokoll entwickelt, mit dem sich die als irreversibel fortschreitende Alzheimer-Erkrankung nicht nur stoppen, sondern zurück entwickeln ließ. Im Gespräch mit dem Vitalstoff-Blog erläutert Dr. Bredesen, dass Mikronährstoffe in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Hier ein Auszug aus dem Interview mit Dale Bredesen, dessen Buch »Die Alzheimer-Revolution« im Mai in Deutscher Sprache erscheint.

Das vollständige Interview mit Dr. Bredesen wird in Kürze auf dem Vitalstoff-Blog-YouTube-Kanal veröffentlicht werden, wenn die Erstellung deutscher Untertitel abgeschlossen ist.

Gefahr im Verzug für Vitalstoffe

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat einen „Vorschlag“ unterbreitet, mit dem Obergrenzen für Vitalstoffzufuhr in Deutschland erlassen werden sollen.

Diese Vorschläge sind ein Witz! Gefahr im Verzug für Vitalstoffe weiterlesen

»Lektine sind die Ursache vieler Erkrankungen«

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Kardiologe und Autor Dr. Steven R. Gundry

Ein Buch schlägt hohe Wellen. Wochenlang rangiert The Plant Paradox von Dr. Steven Gundry auf der New York Times Bestsellerliste. Kein Wunder: was der ausgebildete Kardiologe beschreibt, ist bahnbrechend für das Verständnis der Entstehung und der exponentiellen Zunahme vieler Zivilisations- und Autoimmunerkrankungen. Eine Zusammenfassung des Buches findet sich hier. Für einen tieferen Einblick in den Ansatz von Dr. Gundry und für einige spezielle Fragen hat sich das Vitalstoff-blog erfolgreich um ein persönliches Interview mit dem Autor bemüht. Dieses Interview haben wir mit Untertiteln versehen und auf YouTube veröffentlicht. Zur besseren Recherche des Inhalts erschient hier nun die leicht redigierte Abschrift des Gesprächs. Am 5. März diesen Jahres wird Gundrys Buch im Beltz Verlag als deutschsprachige Übersetzung veröffentlicht.

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Gute Vorsätze gefasst? Denke an dein Mikrobiom!

Vitalstoffblog-VorsatzSame procedure as every year! Das neue Jahr beginnt und gute Vorsätze weisen uns den Weg. Wie sieht’s bei euch aus? Auch dabei? Und noch wichtiger: noch dabei?Denn der Elan erlahmt schnell. Ganz oben auf der Liste dessen, was man sich vornimmt, stehen häufig gesundheitsbezogene Absichten, allen voran „mehr Sport treiben“ und „abnehmen„. Nicht selten ist Ersteres ein erhofftes Vehikel für Letzteres, also Sport als Mittel zum Zweck. Hier kommt ein Rat, der euch hilft, ein gesundes Gewicht zu erreichen und motiviert zu bleiben für sportliche und andere Aktivitäten. Gute Vorsätze gefasst? Denke an dein Mikrobiom! weiterlesen

Lektine und der Mensch

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Dr. Steven Gundry im Interview über sein Buch “The Plant Paradox”. Es erscheint im März unter dem deutschen Titel “Böses Gemüse”

Es ist paradox, im wahrsten Sinne des Wortes: Gemüse enthält viele Vitamine und Mineralien – und kann doch ungesund sein. Ebenso Vollkorn: eine hohe Nährstoffdichte und trotzdem können ernsthafte Erkrankungen die Folge von Verzehr von Getreide des vollen Korns sein. Wie kann das sein? Es macht doch keinen Sinn, oder doch?

In einem exklusiven Interview mit dem Vitalstoffblog erläutert der Arzt und ehemalige Universitätsprofessor für Kardiologie, Dr. Steven Gundry, die Logik hinter seinem Buch “The Plant Paradox”, welches am 5. März unter dem leicht provokanten Titel “Böses Gemüse” beim Beltz Verlag in deutscher Sprache erscheinen soll. Lektine und der Mensch weiterlesen

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis

Mindestens so spannend wie paradox: Nicht jedes Gemüse ist ein Gemüse. Und nicht alles ist gesund, was wir für gesund halten. Erklärt im neuen Buch von Dr. Steven R. Gundry

Du bist, was du isst. Auf diesen Nenner lässt sich vereinfacht die Lehre des Hippokrates bringen. Ein neues Buch über “verborgene Gefahren in gesunder Nahrung” gibt diesem Satz nun eine ganz neue Bedeutung: nicht nur Junk Food im Sinne von industriell verarbeiteten Lebensmitteln bergen Gesundheitsrisiken. Auch einiges, was wir bisher als gesundes Gemüse bezeichnet haben, ist für den menschlichen Stoffwechsel und unser Immunsystem problematisch. Steven Gundry heisst der Autor, und er ist als Herzchirurg und Immunologe ausgebildet, was es Kritikern schwer macht, sein Buch The Plant Paradox (Pflanzliches Paradoxon) als Quatsch abzutun. Noch ist es nicht auf deutsch verfügbar, daher folgt hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Kapitel.

Wer nach Stimmen zu dem Buch sucht, stößt entweder auf völlige Begeisterung, oder auf totale Ablehnung. Dazwischen gibt es wenig. Ablehnung erfährt Gundry vor allem für die – verkürzte – These, dass Lektine krank machen. Lektine sind Signalmoleküle, die überall vorkommen, daher könnten sie nicht die von Gundry beschriebenen Probleme verantwortlich sein. Schliesslich sei nicht jeder Mensch krank, obwohl jeder Mensch Lektine zu sich nehme. Diese Argumentationsweise ist ähnlich jener bei Gluten: da nur wenige Menschen an Zölliakie erkranken, aber fast alle Menschen Gluten essen, sei Gluten nicht das Problem.

Also alles nur ein hysterischer Unsinn, den eine fehlgeleitete Öffentlichkeit von ideologischen Aktivisten eingetrichtert bekommt? Die Frucht vom Baum der Erkenntnis weiterlesen

Gluten – ein Irrtum?


In der folgenden Geschichte geht es um Wahrheit. Genauer gesagt um Wissenschaft und Journalismus, die sich beide darum bemühen, die Dinge so darzustellen und zu erklären, wie sie sind. Manchmal gelingt das. Manchmal geht es schief. »Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.« Mir kam die Weisheit in den Sinn, als ich die neueste Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brandeins und die dort abgedruckte Geschichte über Gluten las. Unter der Überschrift Lukrativer Irrglaube berichtet das Heft über eine vermeintlich „maßlos übertriebene“ Angst vor Gluten. Wie es sich für guten Journalismus gehört, hat die Geschichte nicht nur einen Aufhänger (die erste glutenfreie Konditorei in Düsseldorf), sondern auch eine Quelle, auf der die Grundaussage des Beitrags fußt. Welche Quelle könnte besser geeignet sein, um Angst vor Gluten zu bewerten, als eine wissenschaftliche Koryphäe. Was brandeins übersehen hat: der Wissenschaftler, den sie zitieren, sitzt im Glashaus. Und mit ihm die ganze schöne Geschichte! Gluten – ein Irrtum? weiterlesen