12 Pfeiler der Gesundheit

Gesundheit, das ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als den Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Dieser Zustand wird nicht einmalig erreicht, sondern ist ein Wert, der täglich neu gefestigt werden will.

Wie wertvoll Gesundheit tatsächlich ist, spüren wir erst dann, wenn es uns nicht mehr gut geht, und sich das Wohlbefinden auch durch die sprichwörtliche „gute Mütze Schlaf“ oder einen „ordentlichen Teller von Omas Suppe“ nicht wieder einstellen will.

Und auch wenn wir immer noch eines der besten Gesundheitswesen auf der Welt haben, so ist es doch nicht zu leugnen, dass wir an einem Scheidepunkt angekommen zu sein scheinen: immer mehr Menschen erkranken in immer jüngeren Jahren an den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Hinter diesem Begriff verbergen sich Krebs, Herzinfarkt, Diabetes, Rheuma, oder Demenz, und sie alle haben trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Gemeinsamkeit: Es sind Erkrankungen des westlichen Lebensstils. Und sie stellen unsere Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen, finanziell und organisatorisch.

Um so wichtiger ist es, dass wir uns darauf besinnen, was wir selbst tun können, um gesund zu bleiben. Dwight McKee, ein amerikanischer Onkologe, der seit langem dafür wirbt, dass Menschen nach einer Krebsdiagnose einen Anspruch auf Reha-Leistungen erhalten sollten, um über eine Veränderung des Lebensstils ihr Rückfall-Risiko zu minimieren, nennt 12 Grundpfeiler der Gesundheit, die wir alle beachten können. Ganz egal, ob wir uns von einer Erkranung erholen oder dem Entstehen von Krankheit bestmöglich vorbeugen wollen.

Die zwölf Pfeiler der Gesundheit sind:

  1. Ernährung
  2. Bewegung
  3. Freiheit von Stress/ eine gute Fähigkeit zur Stress-Bewältigung
  4. Vitalstoffe/Mikronährstoffsupplementation
  5. Schlaf
  6. (gesunde) Soziale Vernetzung (Familie, Freundschaften, Anerkennung)
  7. Umweltbedingungen: belastungsfreie physische, chemische und elektromagnetische Umwelteinwirkungen
  8. Mentale Grundhaltung
  9. (emotionale) Verhaltensmuster
  10. Biorhythmus (Schlaf-/Wachrhytmus, Mondphasen/Gezeiten, saisonale Zyklen)
  11. Erdung/Erdverbundenheit (physisch und elektrisch)
  12. Liebe, die wir empfangen, die wir geben.

Es würde den Umfang dieses Beitrags sprengen, hier auf jeden Punkt im Detail einzugehen.

Ich möchte nur auf einen Punkt näher zu sprechen kommen, den wir jeden Tag mehrmals berühren: die Ernährung.
Schon Hippokrates im antiken Griechenland wusste um die Bedeutung der Ernährung für die menschliche Gesundheit. Sein Satz gilt bis heute: Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung.

Was vor zweitausend Jahren bereits Aufmerksamkeit erforderte, ist in der Welt von heute erst recht eine ganz heikle Sache. Zeit ist Geld, sagt man oft, und so wird für das Essen und seine Zubereitung jede Abkürzung gesucht, die sich finden lässt. Convenience Food, Fast Food, sind die Symptome dieser Entwicklung. Und sie sind extrem problematisch aus gesundheitlicher Warte.

Neben dem Verlust von Nährstoffen im Herstellungsprozess sind vor allem Zusatzstoffe in der Herstellung Gang und Gäbe. Etwa dreitausend Chemikalien sind zugelassen für die Lebensmittelindustrie. Zugelassen heisst, sie sind geprüft, ob sie unbedenklich sind.
Ich will hier nicht darauf eingehen, ob die Kriterien der Prüfung richtig angelegt sind, oder nicht. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass jeder Zusatzstoff tatsächlich gesundheitlich unbedenklich ist, so liegt das gesundheitliche Risiko in der Verwendung mehrerer Zusatzstoffe in einem Produkt.

Wissenschaftler eines internationalen Forschungsprojekts haben herausgefunden, dass die Cocktails verschiedener chemischer Zusatzstoffe in der Lebensmittelindustrie bereits in den niedrigen Mengen, in denen sie in die Produkte gemischt werden, zusammengenommen eine Krebs erregende Wirkung haben können. Nur fünf verschiedene Zusatzstoffe reichen statistisch betrachtet aus, um dem Mix aus an sich unbedenklichen Chemikalien eine dann Krebs erregende Wirkung zu verleihen.
Deswegen sollten, so die Wissenschaftler, auf alle Fälle Menschen, die eine Krebserkrankung überwunden haben, mit Fertigprodukten, die mehr als fünf Zusatzstoffe haben, sehr zurückhaltend verfahren.

Am besten ist es für sie, frisches Obst und Gemüse aus regionaler, bio-dynamischer Landwirtschaft zu verzehren. Verarbeitete Lebensmittel, erst recht Fertiggerichte sind für sie – und wohl auch für alle anderen Menschen, denen ihre Gesundheit lieb und teuer ist, ganz und gar nicht unbedenklich.

Ausgangspunkt dieses Beitrags war die Sendung „Gesunde Stunde“ auf OS-Radio 104,8 am Dienstag, 18. September 2018

Veröffentlicht von

Uwe Alschner

Uwe Alschner, Dr. phil. M.A., Traumdoc, Big Five for Life® Coach, ist begeisterter Blogger und Coach. Die Beiträge drehen sich meistens um die Themen Eigenverantwortung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

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