Abgeordnete müssen begründen, worauf Sie ihr Stimmverhalten gestützt haben!

Nachdem ich mich am Samstag auf der Kundgebung der Bürgerbewegung Osnabrück dafür ausgesprochen habe, die Argumente und Warnungen von Robert F. Kennedy jr. ernst zu nehmen, hat die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet.

Dort heißt es:

»In seiner weiteren Rede zitierte Alschner fast ausschließlich John F. Kennedys Neffen Robert Kennedy Jr., den der CDU-Politiker als seriösen und reflektierten Kritiker der Corona-Maßnahmen darstellte. Dass Kennedy bei seiner von vielen scharf kritisierten Rede an der Berliner Siegessäule unter anderem behauptet hatte, Microsoft-Gründer Bill Gates habe die Corona-Pandemie seit Jahrzehnten geplant, erwähnte Alschner nicht.«

Neue Osnabrücker Zeitung, 7.9.2020

Ich habe daraufhin heute zu dem Beitrag schriftlich Stellung genommen:

»Sie kennen ja nun auch den Wortlaut, insoweit wissen Sie, dass ich wesentlich mehr vorgetragen habe als nur Zitate von Robert F Kennedy junior. Im Gegenteil: ich habe vorgetragen, dass ich ihm nicht geglaubt und deswegen seine Argumente überprüft habe. Ich habe Belege gefunden, nach denen mich Ihr Kollege hätte befragen können. Er hätte mir auch die Frage stellen können, die ihn offensichtlich umtreibt, warum ich nicht eingegangen bin auf Kennedys Satz, wonach Fauci und Gates die Pandemie geplant hätten. Warum sucht Ihr Kollege nicht den Kontakt und stellt die Frage?

Antwort an die Neue Osnabrücker Zeitung, 7.9.2020

Weiter berichtet die NOZ:

»Uwe Alschner forderte schließlich, dass auch kritische Ärzte wie Wolfgang Wodarg in die politische Diskussion über die Corona-Maßnahmen einbezogen werden sollten. Zur Einordnung: Der Lungenarzt und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Wodarg hält Covid-19 für nicht gefährlicher als andere Coronaviren und unterstellt Virologen wie Christian Drosten, sie hätten die Entdeckung der Virus-Variante genutzt, um an Fördergelder heranzukommen.«

Neue Osnabrücker Zeitung, 7.9.2020

Meine Antwort darauf:

Warum wird kostbarer redaktioneller Platz verwendet, um über Herrn Wodarg zu konstatieren, dass er “das Virus für nicht gefährlicher hält als andere Viren”. Zu Herrn Wodarg darf ich Ihnen die Drucksache des Europarates (!) empfehlen, worin Interessenskonflikte zwischen Industrie und Wissenschaftlern der WHO nachgewiesen werden. Es wäre sehr zu empfehlen, dass die NOZ einmal Herrn Wodarg direkt befragt. Oder Herrn Professor Bhakdi. Beide sind sehr wohl Experten für die Beurteilung der Schwere eine Epidemie. Der eine aus Perspektive eines Lungenfacharztes (der mit Atemwegserkrankungen vertraut ist, bzw. die Kriterien kennt, wonach die Gefährlichkeit bemessen wird) wie auch als Politiker im Umgang mit schwer kontrollierbaren Supranationalen Organisationen wie der WHO. Der andere aus Perspektive eines Professors für Infektionsmedizin. Es ist unfassbar, wie solchen (und mit Professor John Ionannidis, Professor und Nobelpreisträger Michael Levitt aus Stanford, sowie Professor Carl Heneghan aus Oxford auch anderen internationalen Experten von Rang und Namen) Sachverständigen die Seriosität und Glaubwürdigkeit abgesprochen wird – und das von fragwürdigen Politikern wie Karl Lauterbach, die jahrelang öffentliche Mandate und private Interessen im Gesundheitswesen gleichzeitig vertreten haben!

Würde es Ihre Sicht auf die Dinge (und jene Ihres Kollegen) ändern, wenn ich Ihnen belegen würde, dass Herr Gates und andere tatsächlich Pandemie geplant haben und dass dabei entstandene “Handreichungen” heute im amtlichen Gebrauch angewendet werden und Aspekte wie das Arbeiten mit Angst und Einschüchterung vorsehen? Würde das einen Unterschied für Sie machen? Ich wäre in der Lange, Ihnen diese und andere Belege vorzulegen! Weil ich mir die Mühe mache, seit Februar in stundenlangen Nachtsitzungen und vielen direkten Expertengesprächen zu recherchieren.

Es erzürnt mich, wenn ich sehe, wie dieser monatelange Einsatz von örtlichen Mandatsträgern abgewertet wird, die selbst erst noch nachweisen müssen, worauf sich ihr Urteil und Abstimmungsverhalten im Deutschen Bundestag gründet!

Es wurden hunderte von Milliarden Euro auf den bloßen Verdacht ausgegeben. Es wurden teuer erkaufte Grundrechte leichtfertigt eingeschränkt, weil wenige (sehr wenige!) Experten in sehr kurzer Zeit im Laufe des Januar 2020 eine Lage haben entstehen lassen, die schrecklich schien. Dass wir vorauseilend Gefahren abgewendet haben (oder zumindest in bester Absicht haben abwenden wollen), ist verständlich. Und auch akzeptabel.

Inakzeptabel ist, wie wir die Angelegenheit seither behandelt haben, inklusive unseres Umgangs mit Experten, die früh Vorbehalte und Zweifel artikulierten. Spätestens jetzt müssen wir uns die Zeit nehmen, die Argumente vorurteilsfrei zu prüfen. Spätestens jetzt muss die Politik den wissenschaftlichen Diskurs und Disput öffnen und ihre Berater anweisen, sich und ihre Annahmen zu rechtfertigen!

Veröffentlicht von

Uwe Alschner

Uwe Alschner, Dr. phil. M.A., Traumdoc, Big Five for Life® Coach, ist begeisterter Blogger und Coach. Die Beiträge drehen sich vorwiegend um die Themen Eigenverantwortung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

2 Gedanken zu „Abgeordnete müssen begründen, worauf Sie ihr Stimmverhalten gestützt haben!“

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