Ein ganz einfacher Dreisatz

Dass ich gerne schreibe und die Ergebnisse von Beobachtungen oder Recherchen danach gerne teile, ist meinen Lesern bekannt. Die meisten wissen auch, dass ich an verschiedenen Stellen publiziere – zu den Themen, die mich persönlich bewegen. Dieser Beitrag ist der erste, der nicht nur auf allen drei Blogs stehen könnte, sondern tatsächlich auch hier, hier und hier zeitgleich erschienen ist. Anlass war dieser Beitrag in der ZEIT über die neue Volkskrankheit Burn-Out“.
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Phytoöstrogene

Heute habe ich von einer Freundin, die weiß, wie sehr ich mich für Vitalstoffe interessiere, eine Frage bekommen, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

Frau G****, Krankenschwester und selbstständige Wellnesstherapeutin, meint das eine längere Einnahme von Phytoöstrogenen ( z.B. Soja etc.) bei Frauen Brustkrebs erzeugen kann.

Das habe ich ihr geantwortet: Phytoöstrogene weiterlesen

Qualität im Journalismus

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Ich sitze mal wieder im ICE und habe Arbeit in der Tasche. Nur noch schnell nachschauen, wozu heute früh die Zeit nicht reichte: ein Blick in die „Süddeutsche“, um up-to-date zu bleiben. An einen weiteren Feuerwehreinsatz zum Thema Vitalstoffe habe ich wirklich nicht gedacht. Denkste!

„Krebsabwehr ungenügend“ prangt es unübersehbar unter dem Titelfoto mit Tiger Woods zum Masters-Auftakt. Doch für Golf-Lektüre bleibt nun keine Zeit. Also rein in den Text von Werner Bartens.

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Das französische Paradox

Manchmal muss man weite Wege gehen, um ein Highlight zu erleben. Ich bin heute in ein kleines Dorf im Odenwald gereist und habe einen beeindruckenden Vortrag erlebt. Ein Vortrag von Anne Simons zum französischen Paradox und dem dahinter liegenden Geheimnis namens OPC.
OPC steht für den medizinischen Fachbegriff Oligomere Procyanidine und beschreibt eine Gruppe von Molekülen, die in der Rinde von Pinien oder roten Weintrauben vorkommen.
Das Paradox wurde lange Zeit darin gesehen, dass Franzosen ein deutlich geringeres Risiko hatten, an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu sterben, obwohl sie mehr Risikofaktoren als andere Bevölkerungen in Europa aufwiesen. Also Bewegungsarmut, fettreiche Ernährung und vor allem mehr Alkoholkonsum.
Der Lösung für das „Paradox“ liegt im Rotwein, den Franzosen kulturell bedingt regelmäßig zu sich nehmen. Weil Rotwein im Unterschied zum Weißwein auf der Maische, also mit Schale und Stielen der Weintrauben gekeltert werden, gelangen währed der Fermentation ein hoher Anteil jener Moleküle in den Wein, die die Pflanze vor allem vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichtes und dem daraus resultierenden oxidativen Streß schützen.
Diese antioxidative Wirkung entfaltet OPC auch im menschlichen Körper.
OPC kann aber noch mehr: Im Verbund mit Vitamin C ist es in der Lage, die Bildung von Kollagen zu fördern. Es ist daher geeignet, auch Schäden, die zum Verfall von Zellstrukturen geführt haben zu reparieren. OPC und Vitamin C sind damit synergistische Zwillinge. OPC ist nach von Anne Simons in ihrem Buch „Gesund länger leben durch OPC“, Verlag Maya Media, durch Quellenangaben belegten Studien in der Lage, die Wirkung von Vitamin C zu verzehnfachen. Zahlreiche Studien stammen von Professor Jacques Masquelier, einem kürzlich verstorbenen Mediziner und Wissenschaftler, der Mitte der 1950er Jahre die Wirkung von OPC erforscht hat. OPC ist in Frankreich als Medizinisches Therapeutikum anerkannt. In Deutschland (noch) nicht. Doch auch hier ist es einer der wichtigsten und potentesten Vitalstoffe.

Wissenschaftlichkeit – Wer sehen will, sehe!

Ein toller Artikel von Dr. med. Ulrich Strunz, den ich heute in meinem Newsfeed hatte. Sie kennen Dr. Strunz? Der „Fitness-Papst“ und neben Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Dr. med. Michael Spitzbart wohl der bekannteste „Gesundheits-Mediziner“ in Deutschland.
Dr. Strunz ist kein militanter Kämpfer. Im Gegenteil: ganz souverän und gelassen reiht er Fakten aneinander. Ohne große Polemik, ohne missionarischen Übereifer. Ganz einfach und nüchtern. So auch sein Beitrag zum Thema Wissenschaftlicher Fortschritt.

Was andere zu großen Skandalmeldungen verleitet, ist für Dr. Strunz gar eine gute Nachricht. Immerhin jeder fünfte Mediziner in Deutschland liest regelmässig englischsprachige Fachliteratur! Englisch ist die Lingua Franca der medizinischen Wissenschaft. Fortschritt findet in Journalen und in Englischer Sprache statt. Deutschland ist da, mit wenigen Ausnahmen, Entwicklungsland. Jedenfalls hinsichtlich der Relevanz von Publikationen. Dennoch freut sich Strunz über dieses eigentlich traurige Faktum. Denn er weiß: Ärger oder Stress (auch Frust ist Streß) hat schon negative Wirkung auf den Stoffwechsel. Freude stimuliert das Immunsystem und macht gesund. Also freut sich Strunz.

Freuen wir uns mit ihm, dass natürlich die Spitzenwissenschaft längst anerkennt, dass Vitalstoffe, also Vitamine, Spurenelemente und Mineralien vor schweren Erkrankungen wie Krebs schützen. Und damit auch die vier jener fünf Ärzte, die sich nicht mit englischer Fachliteratur behelligen, den Fortschritt zumindest nachvollziehen können, fassen es klinische Fachbücher wie bei Dr. Spitzbart zitiert, sogar auf deutsch zusammen:

„Mikronährstoffe sind in vielfältiger Weise an der Prävention von Krebserkrankungen beteiligt. So hemmen definierte Vitamine/Spurenelemente die Aktivierung von cancerogenen (krebserregenden) Stoffen sowie Entzündungsprozessen; andere Mikronährstoffe verhindern die Aufnahme Krebs-induzierender-Stoffe in die Zelle …“

Therapie ist gut – Prävention noch besser, nicht nur bei CFS

Heute ist Internationaler CFS-Tag. Chronic Fatigue Syndrom nennen Mediziner einen unspezifischen aber sehr leidvollen Zustand permanenter Erschöpfung und Abgeschlagenheit. Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen und Schlafstörungen sind nur einige Symptome. Zu 80 Prozent, so Professor Wolfgang Huber (Heidelberg) sind Entzündungsprozesse im Körper die Ursache. Prof. Huber therapiert CFS nach streng wissenschaftlichen Prinzipen und setzt dabei auf orthomolekulare Medizin mit dem Einsatz von Vitalstoffen, wie er heute im Interview mit aerztezeitung.de erklärte.

Professor Huber liefert damit einen weiteren Beweis, wie wichtig es ist, die Bedeutung von Vitalstoffen für den menschlichen Stoffwechsel zu erkennen! Ihr Einsatz in der Therapie von Erkrankungen wird immer selbstverständlicher. Noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass es erst gar nicht zu Erkrankungen kommt, wenn konsequent Prävention betrieben wird durch eine gesunde Lebensweise mit Stressmangement, reichlich Bewegung bei moderater Belastung und einer ausgewogenen vitalstoffreichen Ernährung, die durch qualitativ hochwertige Vitalstoffe ergänzt werden sollte (Quelle: Harvard School of Public Health).

Beispiel CFS: die ursächlichen Entzündungsprozesse kommen vor allem aus zwei Gründen zustande: Entweder ist das Gewebe geschwächt durch einen manifesten Mangel an essentiellen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die sich bei ungesunder Lebensweise (Stress) besonders schnell aufzehren und mit vitalstoffarmer Ernährung nicht „nachgefüllt“ werden.

Oder es ist zweitens die Ernährung selbst, die zu krankhaften Veränderungen führt. Beispielsweise ist das eklatante Übergewicht von Omega-6-Fettsäuren (hauptsächlich Arachidonsäure AA) in unserer Ernährung und der Mangel an Omega-3-Fettsäuren (Eikosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure DHA) mitverantwortlich dafür, dass im Stoffwechsel entzündungsfördernde Eikosanoide im Übermass Arichidonsäuren (AA) gebildet werden und entzündungshemmende Eikosanoide fehlen. Weil beide Substanzen für eine intakte Signalübertragung in der Zellmembran wichtig sind, gerät das Ungleichgewicht bildlich gesprochen zum „Kommunikationsdesaster“ – Entzündungen entstehen im ganzen Körper, was sich im chronischen Erschöpfungssyndrom CFS äußern kann.

Doch soweit muss es nicht kommen. Wer die Grundprinzipien des Stoffwechsels berücksichtigt – jederzeit ausreichende Verfügbarkeit der für den Zellmetabolismus essentiellen Vitalstoffe – kann einem Mangel vorbeugen. Anders ausgedrückt: CSF und andere Zivilisationserkrankungen müssen nicht entstehen – sie sind präventiv durch Einnahme einer Basisversorgung an Vitalstoffen (inklusive Omega-3-Fettsäuren) verhinderbar!

Eine gute Nachricht, nicht nur für chronisch Erschöpfte!

—Post von meinem iPhone – ggf. Wechstaben verbuchselt 😉

"Tomateneffekte" in den Nachrichten

Wissen Sie, was ein Tomateneffekt ist? Mediziner sprechen von einem solchen Effekt dann, wenn eine tatsächlich wirkungsvolleBehandlungsmethode ignoriert wird, weil sie nach der herrschenden wissenschaftlichen Meinung „keinen Sinn“ macht. Die Forscher Goodwin und Goodwin haben Anfang der 1980er Jahre eine Reihe solcher Fälle aufgedeckt, in denen „gestandene Wissenschaftler“ nur weil sie die tatsächlichen Wirkungs-Zusammenhänge nicht verstanden hatten, erfolgversprechende Behandlungsmethoden ignoriert und „auf das falsche therapeutische Pferd“ gesetzt hatten. So wie die Menschen eingangs des 18. Jahrhunderts, die die Tomate für giftig hielten, nur weil einige pflanzliche Verwandte der roten Vitamin-Bomben giftig waren.

Ein solcher Tomateneffekt liegt nun wieder in den Nachrichten vor: Anfang der Woche wurde eine Meldung der Nachrichtenagentur AP aus New York verbreitet, wonach nun bewiesen sei, dass Vitamin-C-Prophylaxe sinnlos sei. Andere Medien griffen die Nachricht im Sommerloch dankbar auf und erzeugten so einen gigantischen Tomateneffekt in den Medien. Weil Vitamine keine Arzneimittel sind, haben sie auch keine Wirkung. Schliesslich haben dies auch Forscher herausgefunden. Sie sind sogar in den Meldungen zitiert. Ist doch klar, oder?

Nun ja. Wir haben hier in meinen Augen viel eher ein Paradebeispiel für journalistische Laxheit in der Recherche komplexer Themenbereiche zu tun. Sonst hätten wir in den Meldungen erfahren, dass es sich a) um keine neue Studie handelt, b) erst recht nicht um eine einzige neue Studie, sondern c) um eine Aktualisierung einer seit 2004 laufenden Meta-Studie im Cochrane Register of Systematic Reviews. Ergebnisse dieser Studie sind nur in der Zusammenfassung frei zugänglich und werden im Detail nur entgeltlich durch das Unternehmen Wiley Interscience abgegeben, was nicht eben wissenschaftliche, sondern klar wirtschaftliche Interessen offenbart. Nur wer bereit ist, 25 US$ zu zahlen, kann sich dort auch über von den Verfassern selbst angezeigte „potentielle Interessenkonflikte“ informieren, sowie Einzelheiten der Studie nachlesen.

Und nur wer bereit ist, diesen Preis zu zahlen, kann dann verifizieren, ob sich der Ko-Autor Harri Hemilä von der Universität Helsinki tatsächlich wie von den Nachrichtenagenturen zitiert geäussert hat, oder ob sein angebliches Zitat

„Es macht keinen Sinn, 365 Tage im Jahr Vitamin C zu nehmen“; sagt Autor Harri Hemilä.

eine journalistische Kreation aus dem veröffentlichten Abstract ist, in dem es heisst:

The failure of vitamin C supplementation to reduce the incidence of colds in the normal population indicates that routine mega-dose prophylaxis is not rationally justified for community use.

Schliesslich macht es einen großen Unterschied, ob es „keinen Sinn macht, 365 Tage im Jahr Vitamin C zu nehmen“ oder ob es „rational nicht begründbar“ ist, Vitamin-C-Propylaxe „in Mega-Dosen“ zu nehmen.

Zweifel nähren sich insbesondere deswegen, weil der Autor Hemilä in seiner Dissertation von 2006 zeigt, dass es einen unbestreitbaren und nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin C und der Dauer und Schwere von Erkältungskrankheiten gibt, wie von Nobelpreisträger Linus Pauling postuliert:

„It is shown in this thesis that these new trials consistently found that regular vitamin C supplementation shortens the duration and alleviates the symptoms of the common cold, partly confirming Pauling’s hypothesis.“

Hemilä berichtet zudem von einer „befremdlichen“ Tatsache: Die medizinischen Lehrbücher, die einen Zusammenhang zwischen leugnen, gründen sich auf fehlerhafte und voreingenommene Rezensionen.

„In this thesis it is shown that the most influential reviews on vitamin C and the common cold cited in the major textbooks contain numerous erroneous statements, and that they even present data that are inconsistent with the original study reports. Consequently, the negative statements in the medical textbooks are
based on biased reviews.“

Hamilä konnte sogar zeigen, dass eine der einflussreichsten Studien zu Vitamin C bei Erkältung selbst falsch ausgewertet wurde.

„It is also shown that the most influential vitamin C common cold trial carried
out at the National Institutes of Health in the USA and published in JAMA in 1975 was erroneously analyzed.“

Zwar stellt Harri Hemilä fest, dass die vorliegenden Studien keinen Zusammenhang zwischen der vorbeugenden Einnahme von Vitamin C und der Häufigkeit von Erkältungskrankheiten in der westlichen Welt zeigen können. Gleichwohl darf bezweifelt werden, dass Hemilä daher diesen Zusammenhang ausschliesst. Im Gegenteil: Er betont, dass es sinnlos sei, die vorliegenden Studien (mit neuen Meta-Analysen) nochmals zu hinterfragen. Statt dessen seien neue Forschungen von Teilgruppen wünschenswert, da insbesondere Kinder bisher nicht in Studien beaobachtet worden sind.

„A major finding in this thesis is heterogeneity in the effects of daily vitamin C and vitamin E supplementation. While there is no evidence that ordinary people might benefit from supplementation of these two vitamins, the heterogeneity in effects indicates that further study should be carried out to identify and characterize the population groups or living conditions in which these vitamins might be beneficial.“

Es sind solche neuen und modernen Studien, die zeigen können, wie recht Linus Pauling hatte mit seinem Konzept einer „Orthomolekularmedizin“, die auf ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen abstellt. Nur so können Mangelerscheinungen vermieden und Krankheiten vorgebeugt werden. Und genau in diesem Sinne ist es nicht sinnvoll, isolierte Vitamingaben einzunehmen, erst recht nicht, wenn sie synthetisch gewonnen wurden. Vitalstoffe entfalten ihre positive Wirkung nur im natürlichen Verbund bei dem auch die wichtigen Sekundärstoffe enthalten sein müssen. Am Besten frisch auf den Tisch. Auf jeden Fall aber natürliche Qualität!