Man wundert sich …

»Länger Leben dank Sonnenhormon« – Eine Schlagzeile, die aufhorchen lässt. Es geschieht nicht alle Tage, dass in der Tagespresse positiv über Vitalstoffe berichtet wird. Hier war es der Fall. Zumindest in der Überschrift und in weiten Teilen des Textes wird sehr positiv über die gesundheitsfördernde Wirkung von Vitamin D berichtet. Allein schon aus diesem Grund lohnt sich eine Beschäftigung mit diesem Artikel aus dem Tagesspiegel. Vielmehr als die Nachricht selbst („Menschen mit ausreichend Vitamin D im Blut erfreuen sich besserer Gesundheit als solche mit einem Mangel.„) ist der Aufbau des Berichtes von Interesse. Der verrät nämlich einiges über die Vieldeutigkeit der Wissenschaftlichen Erkenntnisse. Denn obwohl die Ergebnisse dänischer Forscher, über die der Tagesspiegel berichtet, einen klaren Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin-D-Spiegel und einer besseren Gesundheit nachweisen konnten, mussten die Forscher eine Einschränkung einbauen: Es sei unklar, ob der Zusammenhang ursächlich sei, oder lediglich eine Folge eines anderen, unerforschten Grundes. Es könne nicht ausgeschlossen werden, so heisst es in dem Bericht, „dass eine dritte Tatsache ein wichtige Rolle spielt. So ist Vitamin-D-Mangel häufig mit ungesundem Lebensstil verknüpft, der wiederum das höhere Krankheitsrisiko erklären kann.“ Ei oder Henne, was war zuerst da? Man wundert sich … weiterlesen

Kappes!

FAS_Salat_20100808Mit Deutschland verbinden sich international verschiedene Assoziationen. Einige davon sind bereits leicht verblasst. „Das Land der Dichter und Denker“, als das „wir“ einst galten sind wir nicht mehr. Dafür sind wir jetzt Pabst. Und wir sind die „Krauts“. Und das liegt daran, dass wir in Deutschland viel Kohl verzehren. Einen Großteil davon als durch Gärung konserviertes „Sauerkraut“. Eignet sich gut als Beilage zum Braten. Oder (mit Würstl oder Leberkäs) zum Bier – dann vielfach auch „bayrisch Kraut“ genannt. Kohl gibt es Weiß und Rot und Grün. Allen Kohl-Sorten ist es gemein, dass sie sehr nahrhaft sind. Sie machen „satt“. Und sind nicht zuletzt deswegen sehr beliebt! Kappes! weiterlesen

Ein ganz einfacher Dreisatz

Dass ich gerne schreibe und die Ergebnisse von Beobachtungen oder Recherchen danach gerne teile, ist meinen Lesern bekannt. Die meisten wissen auch, dass ich an verschiedenen Stellen publiziere – zu den Themen, die mich persönlich bewegen. Dieser Beitrag ist der erste, der nicht nur auf allen drei Blogs stehen könnte, sondern tatsächlich auch hier, hier und hier zeitgleich erschienen ist. Anlass war dieser Beitrag in der ZEIT über die neue Volkskrankheit Burn-Out“.
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Phytoöstrogene

Heute habe ich von einer Freundin, die weiß, wie sehr ich mich für Vitalstoffe interessiere, eine Frage bekommen, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

Frau G****, Krankenschwester und selbstständige Wellnesstherapeutin, meint das eine längere Einnahme von Phytoöstrogenen ( z.B. Soja etc.) bei Frauen Brustkrebs erzeugen kann.

Das habe ich ihr geantwortet: Phytoöstrogene weiterlesen

Qualität im Journalismus

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Ich sitze mal wieder im ICE und habe Arbeit in der Tasche. Nur noch schnell nachschauen, wozu heute früh die Zeit nicht reichte: ein Blick in die „Süddeutsche“, um up-to-date zu bleiben. An einen weiteren Feuerwehreinsatz zum Thema Vitalstoffe habe ich wirklich nicht gedacht. Denkste!

„Krebsabwehr ungenügend“ prangt es unübersehbar unter dem Titelfoto mit Tiger Woods zum Masters-Auftakt. Doch für Golf-Lektüre bleibt nun keine Zeit. Also rein in den Text von Werner Bartens.

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Das französische Paradox

Manchmal muss man weite Wege gehen, um ein Highlight zu erleben. Ich bin heute in ein kleines Dorf im Odenwald gereist und habe einen beeindruckenden Vortrag erlebt. Ein Vortrag von Anne Simons zum französischen Paradox und dem dahinter liegenden Geheimnis namens OPC.
OPC steht für den medizinischen Fachbegriff Oligomere Procyanidine und beschreibt eine Gruppe von Molekülen, die in der Rinde von Pinien oder roten Weintrauben vorkommen.
Das Paradox wurde lange Zeit darin gesehen, dass Franzosen ein deutlich geringeres Risiko hatten, an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu sterben, obwohl sie mehr Risikofaktoren als andere Bevölkerungen in Europa aufwiesen. Also Bewegungsarmut, fettreiche Ernährung und vor allem mehr Alkoholkonsum.
Der Lösung für das „Paradox“ liegt im Rotwein, den Franzosen kulturell bedingt regelmäßig zu sich nehmen. Weil Rotwein im Unterschied zum Weißwein auf der Maische, also mit Schale und Stielen der Weintrauben gekeltert werden, gelangen währed der Fermentation ein hoher Anteil jener Moleküle in den Wein, die die Pflanze vor allem vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichtes und dem daraus resultierenden oxidativen Streß schützen.
Diese antioxidative Wirkung entfaltet OPC auch im menschlichen Körper.
OPC kann aber noch mehr: Im Verbund mit Vitamin C ist es in der Lage, die Bildung von Kollagen zu fördern. Es ist daher geeignet, auch Schäden, die zum Verfall von Zellstrukturen geführt haben zu reparieren. OPC und Vitamin C sind damit synergistische Zwillinge. OPC ist nach von Anne Simons in ihrem Buch „Gesund länger leben durch OPC“, Verlag Maya Media, durch Quellenangaben belegten Studien in der Lage, die Wirkung von Vitamin C zu verzehnfachen. Zahlreiche Studien stammen von Professor Jacques Masquelier, einem kürzlich verstorbenen Mediziner und Wissenschaftler, der Mitte der 1950er Jahre die Wirkung von OPC erforscht hat. OPC ist in Frankreich als Medizinisches Therapeutikum anerkannt. In Deutschland (noch) nicht. Doch auch hier ist es einer der wichtigsten und potentesten Vitalstoffe.

Wissenschaftlichkeit – Wer sehen will, sehe!

Ein toller Artikel von Dr. med. Ulrich Strunz, den ich heute in meinem Newsfeed hatte. Sie kennen Dr. Strunz? Der „Fitness-Papst“ und neben Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Dr. med. Michael Spitzbart wohl der bekannteste „Gesundheits-Mediziner“ in Deutschland.
Dr. Strunz ist kein militanter Kämpfer. Im Gegenteil: ganz souverän und gelassen reiht er Fakten aneinander. Ohne große Polemik, ohne missionarischen Übereifer. Ganz einfach und nüchtern. So auch sein Beitrag zum Thema Wissenschaftlicher Fortschritt.

Was andere zu großen Skandalmeldungen verleitet, ist für Dr. Strunz gar eine gute Nachricht. Immerhin jeder fünfte Mediziner in Deutschland liest regelmässig englischsprachige Fachliteratur! Englisch ist die Lingua Franca der medizinischen Wissenschaft. Fortschritt findet in Journalen und in Englischer Sprache statt. Deutschland ist da, mit wenigen Ausnahmen, Entwicklungsland. Jedenfalls hinsichtlich der Relevanz von Publikationen. Dennoch freut sich Strunz über dieses eigentlich traurige Faktum. Denn er weiß: Ärger oder Stress (auch Frust ist Streß) hat schon negative Wirkung auf den Stoffwechsel. Freude stimuliert das Immunsystem und macht gesund. Also freut sich Strunz.

Freuen wir uns mit ihm, dass natürlich die Spitzenwissenschaft längst anerkennt, dass Vitalstoffe, also Vitamine, Spurenelemente und Mineralien vor schweren Erkrankungen wie Krebs schützen. Und damit auch die vier jener fünf Ärzte, die sich nicht mit englischer Fachliteratur behelligen, den Fortschritt zumindest nachvollziehen können, fassen es klinische Fachbücher wie bei Dr. Spitzbart zitiert, sogar auf deutsch zusammen:

„Mikronährstoffe sind in vielfältiger Weise an der Prävention von Krebserkrankungen beteiligt. So hemmen definierte Vitamine/Spurenelemente die Aktivierung von cancerogenen (krebserregenden) Stoffen sowie Entzündungsprozessen; andere Mikronährstoffe verhindern die Aufnahme Krebs-induzierender-Stoffe in die Zelle …“