Die entzündete Seele

Depression ist ein Tabuthema. Ein weit verbreitetes. Noch dazu ist es ein Thema, in dem Spitzenforscher wie Professor Edward Bullmore, Chef der Psychiatrie an der Universität von Cambridge, offen darüber sprechen, dass Behandlungsansätze verfolgt werden, ohne dass überhaupt die Ursachen von Depression verstanden worden sind. Sein Buch „Die entzündete Seele“ wird im März auch auf Deutsch erscheinen. Bullmore zeigt darin, dass lange Zeit als unumstößlich geltende medizinische „Fakten“, wie die angebliche Unüberwindbarkeit der Blut-Hirn-Schranke, und damit die Art wie wir die Entstehung von Krankheit im Gehirn erklärt haben („seelisch bedingt“), nicht länger haltbar sind. Das Buch ist ein wichtiger Ansatz zur Entstigmatisierung von Depressionen. Und es zeigt, dass auch für psychische Erkrankungen körperliche Ursachen ursächlich sein können. Allen voran die Epidemie chronischer Entzündungen durch Ernährung, Stress und andere Faktoren.

Ein exklusives Interview, welches Professor Bullmore mit Vitalstoff.Blog-Herausgeber Uwe Alschner geführt hat, wird in Kürze in Deutscher Übersetzung verfügbar sein.

Schlaf – und seine Bedeutung für Gesundheit

Wenn es uns nicht gut geht, legen wir uns ins Bett. Kraftlosigkeit, Schmerz und Unwohlsein fordern ihren Tribut. Soweit, so nachvollziehbar. Doch Schlaf, so zeigt der Neurologe und Schlafforscher Matthew Walker in seinem Buch, ist nicht ein Weg, den wir beschreiten, um Gesundheit wieder zu erlangen. Schlaf ist auch – und vor allem – eine Bedingung für den Erhalt einer guten gesundheitlichen Konstitution. In Rahmen der Sendung Querbeet von OS-Radio 104,8 hat Uwe Alschner Fragen der Moderatorin Heide Jenzen zum Buch und seinem Inhalt beantwortet.

Hier ist der Mitschnitt der Sendung:

Die Frucht vom Baum der Erkenntnis

Mindestens so spannend wie paradox: Nicht jedes Gemüse ist ein Gemüse. Und nicht alles ist gesund, was wir für gesund halten. Erklärt im neuen Buch von Dr. Steven R. Gundry

Du bist, was du isst. Auf diesen Nenner lässt sich vereinfacht die Lehre des Hippokrates bringen. Ein neues Buch über “verborgene Gefahren in gesunder Nahrung” gibt diesem Satz nun eine ganz neue Bedeutung: nicht nur Junk Food im Sinne von industriell verarbeiteten Lebensmitteln bergen Gesundheitsrisiken. Auch einiges, was wir bisher als gesundes Gemüse bezeichnet haben, ist für den menschlichen Stoffwechsel und unser Immunsystem problematisch. Steven Gundry heisst der Autor, und er ist als Herzchirurg und Immunologe ausgebildet, was es Kritikern schwer macht, sein Buch The Plant Paradox (Pflanzliches Paradoxon) als Quatsch abzutun. Noch ist es nicht auf deutsch verfügbar, daher folgt hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Kapitel.

Wer nach Stimmen zu dem Buch sucht, stößt entweder auf völlige Begeisterung, oder auf totale Ablehnung. Dazwischen gibt es wenig. Ablehnung erfährt Gundry vor allem für die – verkürzte – These, dass Lektine krank machen. Lektine sind Signalmoleküle, die überall vorkommen, daher könnten sie nicht die von Gundry beschriebenen Probleme verantwortlich sein. Schliesslich sei nicht jeder Mensch krank, obwohl jeder Mensch Lektine zu sich nehme. Diese Argumentationsweise ist ähnlich jener bei Gluten: da nur wenige Menschen an Zölliakie erkranken, aber fast alle Menschen Gluten essen, sei Gluten nicht das Problem.

Also alles nur ein hysterischer Unsinn, den eine fehlgeleitete Öffentlichkeit von ideologischen Aktivisten eingetrichtert bekommt? Die Frucht vom Baum der Erkenntnis weiterlesen