Corona als Symptom

Allein schon aus volkswirtschaftlicher Sicht hat das (neue) Corona-Virus gigantische Wirkung entfaltet. Ausgehend von China, der Werkbank der Welt, haben Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsgefahr inzwischen auf der ganzen Welt erhebliche Störungen und Schäden zur Folge. Produktionsausfälle berechnen sich in Milliarden Dollar. Doch auch die Gefahren für Leib und Leben scheinen erheblich. Nachrichten über Todesfälle rangieren hoch auf der medialen Skala. Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sind heiß begehrte Mangelware. Die Absage von Großveranstaltungen ist nun auch in Deutschland an der Tagesordnung.

Dabei ist klar, dass mit einigen Änderungen im System das Problem auf seine wahre Größe reduziert werden könnte:

Vorbeugung ist besser als Nachsorge. Und billiger.

Fest steht: Viren und andere Erreger hat es im Laufe der Evolution immer gegeben – und es wird sie immer geben. Die Menschheit hat sich dennoch zu einer hoch komplexen Zivilisation entwickelt. Hierin liegt eine zwiespältige Botschaft.

Einerseits steht fest: Dieses Virus wird die Menschheit nicht auslöschen. Andererseits: Das Virus hat sich (wie viele Erreger vorher) durch die Bedingungen einer modernen Zivilisation ausbreiten können. Hieraus gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen!

Neben Hygiene und damit verwandten Themen wie der Rolle von Lüftungssystemen als Verteiler für Viren und Bakterien ist es vor allem die Problematik einer schleichenden Schwächung der natürlichen Immunabwehr des Menschen durch die Lebens- und Umweltbedingungen.

Ganz offensichtlich hat sich der zivilisierte Mensch erheblich von den Lebensbedingungen seiner Vorfahren entfernt.

Vor etwa zehntausend Jahren wurde der Mensch vom Nomaden zum sesshaften Agrarier – mit erheblichen Folgen für die Zusammensetzung seiner Nahrung. Die Nahrung bildet jedoch seit jeher die Grundlage für die Aufrechterhaltung gesunder Körperfunktionen und Fortpflanzung. Die Industrielle Revolution seit Mitte des 18. Jahrhunderts hat Menschen vom Land zunehmend in die Metropolen gezogen, mit weiteren Folgen sowohl für die Hygiene als auch für die Qualität und Verfügbarkeit gesunder Nahrung.

Das 19. und besonders das 20. Jahrhundert haben in dieser Hinsicht die größten Probleme der Hygiene durch bauliche Maßnahmen und durch medizinisch-wissenschaftliche Fortschritte beseitigt. Einfache Infektionskrankheiten wie Typhus, Tuberkulose, Diphterie oder Polio sind auf diese Weise bewältigt worden. Im gleichen Zeitraum hat jedoch die Industrialisierung der Landwirtschaft sowie die Nahrungsmittelverarbeitung zu einer Verarmung der enzymatischen Vielfalt unserer Nahrung geführt, während komplexe systemische Erkrankungen stark zugenommen haben. Ebenso haben Epidemien wie Ebola, SARS, MERS oder Corona großen Schaden angerichtet.

Wie jedes körperliche System ist auch die menschliche Immunabwehr auf der komplexen Interaktion an sich einfacher biochemischer Prozesse aufgebaut. Dazu sind jedoch Enzyme notwendig, jene winzigen Proteinverbindungen, die wie biochemische Fabriken fungieren und Reaktionen bei 37 Grad Körpertemperatur ablaufen lassen, für die im Reagenzglas mehrere hundert Grad Celsius notwendig sind. Enzyme, so der amerikanische Professor Don Huber, sind die Motoren des Stoffwechsels und die Zündschlüssel für die große Anzahl unterschiedlichster „Motoren“ im menschlichen Körper sind Vitamine und Mineralien.

Vitamine und Mineralien sind essentiell für unser Immunsystem

Weil die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion auf Haltbarkeit und Geschmack der Produkte optimiert wurde (aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht des Herstellers, der Verfügbarkeit und Attraktivität seiner Produkte zu optimieren sucht), ist die durch leichte Verderblichkeit und kurze Lebensdauer bestimmte Konzentration vieler Enzyme und Co-Enzyme in moderner Nahrung dramatisch verringert worden. Chemische Behandlung vor und nach der Ernte sowie synthetische Zusatzstoffe haben die Effektivität verbliebener Enzyme, Mineralien und Vitamine zusätzlich reduziert.

Dass diese Umstände auch vor dem hoch-komplexen und vielschichtigen menschlichen Immunsystem nicht halt machen, dürfte einleuchten. Forscher, die sich mit biochemischen Prozessen im menschlichen Körper auskennen, raten deshalb seit langem dazu, die Nahrung durch Supplementation von natürlichen und qualitativ hochwertigen organischen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu ergänzen. Vitamin D ist ein weiterer wichtiger Faktor für ein leistungsfähiges Immunsystem, auch wenn dieses Vitamin eigentlich ein Hormon ist und unter optimalen Bedingungen durch Sonnenlicht in der Haut vom Körper selbst gebildet werden kann. Andauernder Aufenthalt in geschlossenen Räumen, Sonnenschutzmittel und Faktoren wie Cholesterin senkende Medikamente haben jedoch zu einer Senkung des „normalen“ Vitamin-D-Spiegels im menschlichen Blut auf ein Maß geführt, welches einem optimalen Immunsystem nicht mehr zuträglich ist. Fakt ist, dass in unseren Breiten die Konzentration im Blut erheblich niedriger ist als in Ländern mit hoher regelmäßiger Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig ist dort die Häufung von infektiösen Erkrankungen der Atemwege deutlich geringer. Zufall?

Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Ergänzung der Nahrung mit hochwertigen, natürlichen Vitaminen und Mineralien nicht nur naheliegend wünschenswert, sondern auch sinnvoll, wie bereits in einigen Studien gezeigt wurde. Bereits die viermonatige regelmässige Ergänzung der Nahrung hat die Infektanfälligkeit und die betrieblichen Fehlzeiten der Teilnehmer einer Studie der TU München beispielsweise um bis zu 75 Prozent verringert. Chinesische Wissenschaftler und Mediziner setzen zudem zur Prävention wie auch zur Therapie von aktuell Erkrankten erhebliche Mengen an Vitamin C ein.

Die niederländische Unternehmung DSM hat jüngst mit Stolz vermeldet, dass 50 Tonnen Vitamin C in die Provinz Hubei geliefert wurden. Wuhan ist die Hauptstadt dieser Provinz und der Ursprungsort der jetzigen Corona-Epidemie.

Ziel dieses Beitrags ist nicht die medizinische Beratung oder gar eine Behauptung, Vitamine könnten Erkrankte des Corona-Virus heilen. Ziel dieser Gedanken ist die Besinnung auf Grundlagen menschlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Optimale Versorgung des Stoffwechsels ist ein Ziel für jeden Menschen. Wie diese optimale Versorgung erreicht werden kann, ist eine offene Frage, die auf der Hand liegt. Das Corona-Virus ist dafür ein unübersehbares Symptom!

Der Text erscheint mit freundlicher Genehmigung des Blogs ohfamoos, wo der Beitrag erstveröffentlicht wurde.

Veröffentlicht von

Uwe Alschner

Uwe Alschner, Dr. phil. M.A., Traumdoc, Big Five for Life® Coach, ist begeisterter Blogger und Coach. Die Beiträge drehen sich vorwiegend um die Themen Eigenverantwortung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.