Virologin zu Corona: »Wir überspannen den Bogen«

Karin Moelling ist nicht irgendwer. Auch nach Ihrer Emeritierung an der Universität Zürich [PDF] forscht die renommierte Virologin in Berlin.

In einer bemerkenswerten Intervention hat Frau Professor Moelling das persönliche Risiko vorübergehender Rufschädigung in Kauf genommen und sich klar und deutlich positioniert: In der Phönix-Runde vom 17. März hat sie die nun getroffenen weit reichenden Einschränkungen im öffentlichen Leben als zu weitgehend kritisiert.

Aus der Phönix-Runde vom 17. März: Prof. Karin Moelling, Virologin am Max-Planck-Institut warnt vor »Scharfmachern«

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Frau Prof. Dr. Moelling ist sehr für die Einhaltung hygenischer und vernünftiger Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz geschwächter Menschen. Händeschütteln zur Begrüßung lehnt sie selbst bereits seit 20 Jahren ab, wie sie dem Berliner Sender Radio Eins am vergangenen Samstag sagte.

Allerdings sei das Coronavirus auch in seiner neuen Variante nicht so gefährlich, dass es weitgehende Maßnahmen und Einschränkungen wie Schulschließungen oder Einschnitte in das Öffentliche Leben rechtfertige: »Es ist keine so schlimme Epidemie, wie wir hier schon als Basis für die Diskussion annehmen.«

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

* Hinweis: Karin Moelling spricht als Privatperson und nicht für das Max-Planck-Institut oder die Universität Zürich.