‚95% Wirksamkeit‘ der Impfstoffe? Mehr Details und die Rohdaten offenlegen!

Von Dr. Peter Doshi

Als ich vor fünf Wochen zu den Ergebnissen der COVID-19-Impfstoffstudien von Pfizer und Moderna Fragen aufgeworfen habe, waren nur die Studienbeschreibungen und ein paar Pressemitteilungen öffentlich zugänglich. Heute sind zwei Fachpublikationen und etwa 400 Seiten zusammengefasster Daten in Form von mehreren Berichten verfügbar, die der FDA jeweils vor der Notfallzulassung des mRNA-Impfstoffs von beiden Unternehmen vorgelegt wurden. Während einige der zusätzlichen Details erfreulich ausfallen, sind andere genau das nicht. Im Folgenden skizziere ich neue Bedenken hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit und Aussagekraft der berichteten Ergebnisse zur Wirksamkeit.

„Verdacht auf COVID-19“

Alle Aufmerksamkeit hat sich auf die spektakulären Zahlen zur Wirksamkeit konzentriert: Pfizer meldete 170 durch PCR bestätigte COVID-19-Fälle, die sich mit 8 zu 162 auf die Impfstoff- und Placebogruppen aufteilten. Allerdings wurden diese Zahlen durch eine Kategorie von Erkrankungen in den Schatten gestellt, die als „vermutetes COVID-19“ bezeichnet wird – jene mit symptomatischem COVID-19, die nicht durch PCR bestätigt wurden. Laut dem FDA-Bericht über den Impfstoff von Pfizer gab es „insgesamt 3410 Fälle von vermutetem, aber unbestätigtem COVID-19 in der gesamten Untersuchungsgruppe, 1594 traten in der Gruppe mit dem Impfstoff auf, gegenüber 1816 in der Placebogruppe.“

Mit 20 Mal mehr Verdachtsfällen als bestätigten Fällen kann diese Kategorie von Erkrankungen nicht einfach ignoriert werden, nur weil es kein positives PCR-Testergebnis gab. Umso dringlicher ist es, die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn man die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die Entwicklung von COVID-19-Symptomen überschlägig abschätzt, und zwar mit oder ohne positives PCR-Testergebnis, ergibt sich nur eine relative Risikoreduktion von 19 % (siehe Fußnote) – weit unter der von den Aufsichtsbehörden festgelegten Wirksamkeitsschwelle von 50 % für die Zulassung. Selbst nach Abzug der Fälle, die innerhalb von 7 Tagen nach der Impfung auftraten (409 bei Pfizer-Impfstoff vs. 287 bei Placebo), was die Mehrzahl der Symptome aufgrund kurzfristiger Reaktogenität des Impfstoffs einschließen sollte, bleibt die Wirksamkeit des Impfstoffs gering: nämlich auch nur 29% (siehe Fußnote).

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Gesundheitsamt verwechselt Antikörper-Test mit PCR-Test

Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Gesundheitsamt in Rheinland-Pfalz verwechselt Tests und will eine quietsch-fidele und gesunde Frau in Quarantäne schicken (Minute 26). Der Mitarbeiter kannte nicht den Unterschied von igG-Antikörpern und PCR-Testergebnis auf Nukleinsäure. Nur Peinlich? Wohl kaum. Es steht zu befürchten, dass derartiges in vielen Ämtern an der Tagesordnung ist. Warum? Weil im Deutschland zu viel getestet wird. Um die Panik wach zu halten, denn die Genehmigung der Impfstoffe steht bevor.

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»Covid ist nicht völlig neu«

In einer Anhörung hat jetzt der frühere schwedische Staatsepidemiologe Prof. Johan Giesecke, der heute der WHO – Strategie-Arbeitsgruppe angehört, davor gewarnt, die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität auf einen Covid-Impfstoff zu richten. Dieser könnte lange auf sich warten lassen – und er könnte für jene, die er schützen soll, nicht sehr effektiv sein. So sei es auch beim Impfstoff gegen die Grippe. Giesecke plädierte dafür, dass Menschen unter 60 Jahren kontrolliert dem Virus ausgesetzt sein sollten. Nur Alte und Schwache sollten konsequent geschützt werden.