Gefahr im Verzug für Vitalstoffe

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat einen „Vorschlag“ unterbreitet, mit dem Obergrenzen für Vitalstoffzufuhr in Deutschland erlassen werden sollen.

Diese Vorschläge sind ein Witz!

Beispiel: weil Betacarotin (ß-Carotin ist ein Antioxidans und kann bei Bedarf vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden) auch als Farbstoff u.a. in Softdrinks enthalten ist, bleibe „kein Spielraum“ für die Zulassung von Betacarotin in „Nahrungsergänzungsmitteln“ wie Vitalstoffe im Amtsdeutsch genannt werden.

Ähnliches bei Vitamin E. Dort beruft sich das BfR auf seine Pflicht zum vorbeugenden Schutz der Bevölkerung und unterschreitet die an sich schon niedrigen Obergrenzen der Europäischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit EFSA nochmals drastisch. Dies geschehe „aufgrund kontroverser Datenlage zu negativen Effekten durch hohe Vitamin-E-Empfehlungen“ – sprich: weil es irgendwo auch Berichte gab, die herausgefunden haben wollen, dass Vitamin E schädlich sein könne, setzt das BfR daher die Empfehlungen der EFSA nochmals herunter.

Das wäre ja an sich noch verständlich, wenn das BfR grundsätzlich die Mutter der Porzellankiste wäre. Ist es aber nicht! Im Gegenteil: bei Glyphosat setzt sich das BfR im Sinne der Industrie und Agrarlobby über zahlreiche Bedenken von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt hinweg, obwohl diese gravierende Gefahren durch die Chemikalie beschrieben haben. Vorsicht im Sinne der Verbraucher? Nicht in dem Fall, sagt das BfR.

Dass Glyphosat sogar Vitalstoffe bindet, und damit eine höhere Zufuhr erforderlich macht, weil weniger Mineralien und Vitamine zur Verfügung stehen, spielt für das BfR weder bei Glyphosat noch bei der Regulierung von Vitalstoffen (sie heißen so, weil sie tatsächlich die Grundbausteine für unseren Stoffwechsel, für das Leben darstellen, die aufgrund industrieller Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie immer weniger in der Nahrungs enthalten sind) eine Rolle.

Ihr seid dran: wendet euch an eure Bundestagsabgeordneten und protestiert gegen diese unsinnigen und verbraucherfeindlichen Regelungsvorschläge des BfR! Keine Verknüpfung von Zufuhrempfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel und sonstigen Zusatzstoffen der Lebensmittelindustrie. Vitalstoffe sind eine notwendige Ergänzung der Ernährung mit vielfach dokumentiertem Nutzen und geringem Risiko. Deshalb muss der Verbraucher auch weiterhin einen freien Zugang zu Vitalstoffen haben. Die deutschen Standards sind im europäischen und internationalen Standard eher zu restriktiv und sollten nicht weiter beschnitten werden.

Veröffentlicht von

Uwe Alschner

Uwe Alschner, Dr. phil. M.A., Traumdoc, Big Five for Life® Coach, ist begeisterter Blogger und Coach. Die Beiträge drehen sich meistens um die Themen Eigenverantwortung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

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