Das französische Paradox

Manchmal muss man weite Wege gehen, um ein Highlight zu erleben. Ich bin heute in ein kleines Dorf im Odenwald gereist und habe einen beeindruckenden Vortrag erlebt. Ein Vortrag von Anne Simons zum französischen Paradox und dem dahinter liegenden Geheimnis namens OPC.
OPC steht für den medizinischen Fachbegriff Oligomere Procyanidine und beschreibt eine Gruppe von Molekülen, die in der Rinde von Pinien oder roten Weintrauben vorkommen.
Das Paradox wurde lange Zeit darin gesehen, dass Franzosen ein deutlich geringeres Risiko hatten, an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu sterben, obwohl sie mehr Risikofaktoren als andere Bevölkerungen in Europa aufwiesen. Also Bewegungsarmut, fettreiche Ernährung und vor allem mehr Alkoholkonsum.
Der Lösung für das „Paradox“ liegt im Rotwein, den Franzosen kulturell bedingt regelmäßig zu sich nehmen. Weil Rotwein im Unterschied zum Weißwein auf der Maische, also mit Schale und Stielen der Weintrauben gekeltert werden, gelangen währed der Fermentation ein hoher Anteil jener Moleküle in den Wein, die die Pflanze vor allem vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichtes und dem daraus resultierenden oxidativen Streß schützen.
Diese antioxidative Wirkung entfaltet OPC auch im menschlichen Körper.
OPC kann aber noch mehr: Im Verbund mit Vitamin C ist es in der Lage, die Bildung von Kollagen zu fördern. Es ist daher geeignet, auch Schäden, die zum Verfall von Zellstrukturen geführt haben zu reparieren. OPC und Vitamin C sind damit synergistische Zwillinge. OPC ist nach von Anne Simons in ihrem Buch „Gesund länger leben durch OPC“, Verlag Maya Media, durch Quellenangaben belegten Studien in der Lage, die Wirkung von Vitamin C zu verzehnfachen. Zahlreiche Studien stammen von Professor Jacques Masquelier, einem kürzlich verstorbenen Mediziner und Wissenschaftler, der Mitte der 1950er Jahre die Wirkung von OPC erforscht hat. OPC ist in Frankreich als Medizinisches Therapeutikum anerkannt. In Deutschland (noch) nicht. Doch auch hier ist es einer der wichtigsten und potentesten Vitalstoffe.

Das Geheimnis grauer Haare: Stress – und die Folgen!

Forscher der Universitäten Mainz und Bradford haben jetzt das Geheimnis gelüftet, weshalb und wie genau Haare mit zunehmendem Alterungsprozess ergrauen: Es ist der Stress durch Freie Radikale, der verhindert, dass die Mengen an Wasserstoffperoxid (H2O2), die u.a. zur Immunabwehr und anderen Prozessen natürlich in den Zellen vorkommen, in Wasser und Sauerstoff enzymatisch aufgespalten und unschädlich gemacht werden. Dadurch kommt es mit der Zeit zu einer hohen Konzentration von H2O2, was in der Folge die Synthese von Melanin, des Farbstoffes für Haut- und Haarpigmente, hemmt und schließlich unterbricht. Dann werden Haare grau!
Leider, und das ist der negative Teil dieser Nachricht, kommt H2O2 nicht nur in Haar- sondern in allen menschlichen Zellen vor. Graue Haare sind also nur eine Folge unter vielen. Zudem ist der Alterungsprozess eben nicht an das Lebensalter gebunden, sonder vollzieht sich höchst individuell in Abhängigkeit der körpereigenen Fähigkeit, Freie Radikale durch Vitalstoffe unschädlich zu machen. Und das ist der gute Teil der Nachricht: Graue Haare und Zellschäden durch Alterung fallen nicht vom Himmel. Zellschutz ist möglich und notwendig! Eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung sowie regelmäßige, moderate Bewegung und eine positive Grundeinstellung sind Bedingungen, dass der Alterungsprozess möglichst spät einsetzt, und wir gesund alt werden!