Wissenschaftlichkeit – Wer sehen will, sehe!

Ein toller Artikel von Dr. med. Ulrich Strunz, den ich heute in meinem Newsfeed hatte. Sie kennen Dr. Strunz? Der „Fitness-Papst“ und neben Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Dr. med. Michael Spitzbart wohl der bekannteste „Gesundheits-Mediziner“ in Deutschland.
Dr. Strunz ist kein militanter Kämpfer. Im Gegenteil: ganz souverän und gelassen reiht er Fakten aneinander. Ohne große Polemik, ohne missionarischen Übereifer. Ganz einfach und nüchtern. So auch sein Beitrag zum Thema Wissenschaftlicher Fortschritt.

Was andere zu großen Skandalmeldungen verleitet, ist für Dr. Strunz gar eine gute Nachricht. Immerhin jeder fünfte Mediziner in Deutschland liest regelmässig englischsprachige Fachliteratur! Englisch ist die Lingua Franca der medizinischen Wissenschaft. Fortschritt findet in Journalen und in Englischer Sprache statt. Deutschland ist da, mit wenigen Ausnahmen, Entwicklungsland. Jedenfalls hinsichtlich der Relevanz von Publikationen. Dennoch freut sich Strunz über dieses eigentlich traurige Faktum. Denn er weiß: Ärger oder Stress (auch Frust ist Streß) hat schon negative Wirkung auf den Stoffwechsel. Freude stimuliert das Immunsystem und macht gesund. Also freut sich Strunz.

Freuen wir uns mit ihm, dass natürlich die Spitzenwissenschaft längst anerkennt, dass Vitalstoffe, also Vitamine, Spurenelemente und Mineralien vor schweren Erkrankungen wie Krebs schützen. Und damit auch die vier jener fünf Ärzte, die sich nicht mit englischer Fachliteratur behelligen, den Fortschritt zumindest nachvollziehen können, fassen es klinische Fachbücher wie bei Dr. Spitzbart zitiert, sogar auf deutsch zusammen:

„Mikronährstoffe sind in vielfältiger Weise an der Prävention von Krebserkrankungen beteiligt. So hemmen definierte Vitamine/Spurenelemente die Aktivierung von cancerogenen (krebserregenden) Stoffen sowie Entzündungsprozessen; andere Mikronährstoffe verhindern die Aufnahme Krebs-induzierender-Stoffe in die Zelle …“

Wer kämpft gegen Vitamine?

Das fragt Dr. Ulrich Strunz auf seiner Website strunz.com. Frei übersetzt: nur wer ein Interesse daran hat, die Patienten, von denen sein wirtschaftlicher Erfolg abhängt, nicht durch nachhaltige Gesundung zu verlieren! Dabei fällt mir auf: alle Welt redet von der ökonomischen Bedeutung der „Gesundheitswirtschaft“. Diese Investitionen wären wohl verloren, wenn die Menschen kaum krank werden und den Arzt nur für die Akut-Medizin aufsuchen. Trotzdem planen „wir“ gigantische Kapazitäten für Pflegeeinrichtungen und altersgerechtes Wohnen ein, die doch leer stehen werden, wenn die Menschen auch im Alter fit, in Form und aktiv bleiben??
Strunz räumt in seinen Beiträgen gründlich auf mit vielen Vorurteilen, egal ob sie die Wirksamkeit von Vitalstoffen oder die Angst vor den Gefahren einer „Überdosierung“ betreffen. Verantwortlich für den restriktiven Umgang mit Vitalstoffen in Deutschland ist nach Strunz das Bundesamt für Risikobewertung BfR.
P.S.: „Vitamine“ steht hier natürlich als umgangssprachliches Synonym für „Vitalstoffe“!