Achtung Industrie!

Verbraucherschutz! Passender und ehrbarer kann kein Anspruch sein, den die Politik für ihr Wirken zum Wohle der Wähler formulieren könnte. Doch tatsächlich handelt es sich – allen durchaus oftmals ernst gemeinten Erklärungen zum Trotz hierbei um eine zwiespältige Sache. Denn was unter dem Mantel des Verbraucherschutzes daherkommt, entpuppt sich bei genauem Hinsehen nicht selten als eiskalte Entmündigung der Verbraucher. So zum Beispiel die hier bereits thematisierte Novelle des LFGB. Immer deutlicher wird dabei, dass vor allem eine Seite profitiert: Die Industrie!
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Vitalstoffe haben keine Lobby

Es klingt dramatisch: Wenn nicht bis zum 31. August gehandelt werde, könnten Vitalstoffe in Deutschland zukünftig nur noch auf dem „grauen Markt“ bezogen werden. Es klingt wie ein Krimi: die Sommerpause habe das Ministerium für Verbraucherschutz genutzt, um „ohne Öffentlichkeit“ eine überflüssige und europarechtlich nicht notwendige Änderund des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches LFGB auf den Weg zu bringen. Die Einspruchsfrist gegen die Gesetzesänderung laufe am 31. August 2010 ab. Stimmt das?
Ganz so schnell schiessen die Preußen nicht, auch nicht im schwarz-gelb regierten Berlin. Die Sache ist vielmehr typisch: Vitalstoffe haben keine Lobby in Deutschland!

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Wissenschaftspopulismus entlarvt

Zugfahren bildet. Im ICE hat ein Fahrgast die aktuelle Ausgabe (02/2010) des ReformhausKurier zurück gelassen. Interessiert lese ich dort den Artikel über „Vitamine satt“, wie es auf der Titelzeile prangt.

Nahrungsergänzung dient, wie der Name schon sagt, als zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffquelle; sie kann Lücken schließen, die durch eine unzureichende Versorgung über die Nahrung entstehen.

Der Beitrag von Doris Eschenauer setzt sich u.a mit einer viel zitierten Studie eines serbisch-dänischen Forscherteams aus dem Jahr 2007 auseinander, die vor den Gefahren von Antioxidanzien warnte und damit bis heute in den Publikumsmedien viel zitiert wird, wie schon Science Blogger Peter Artmann dokumentiert hat.
Professor Dr. Hans K. Biesalski hat dazu bereits kurz nach dem Erscheinen der Bjelakovic-Studie Stellung genommen und sie als „Wissenschaftpopulimus“ entlarvt.
Auch im aktuellen Reformhaus-Artikel kommt Biesalski zu Wort, wo er beispielhaft auf mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels hinweist: das Defizit kann sich z.B. in Form chronischer Schmerzen des Bewegungsapparates bemerkbar machen.

Deutschland leidet unter Vitaminmangel

Ab und zu geht einem auch mal was durch. Kennt wahrscheinlich jeder, oder? Mir geht es jedenfalls manchmal so: Ich denke, ich habe mein Themengebiet im Auge und sehe relevante Beiträge. Schwupps! Da stelle ich fest, wie unvollständig doch auch ich bin (Achtung: Selbstironie!). 

Ernsthaft: Eine gute Freudin war es, die mich in dieser Woche auf einen Beitrag aufmerksam machte, den der Ernährungsspezialist und Diätiker Sven-David Müller schon vor einiger Zeit publiziert hat: Deutschland leidet unter Vitaminmangel!  Besonders gelungen finde ich darin die Klarstellung zum Thema Nahrungsergänzung: Sie ersetzt keine vollwertige und gesunde Ernährung! Sonst hieße sie ja Nahrungsersatz. Aber sie ist angesichts der kaum zu vermeidenden Mangelversorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien ein unverzichtbarer Bestandteil der täglichen Ernährung: Nahrungsergänzung eben!! So einfach ist das!