Gefährlich ist höchstens der Mangel

Vitamine sind gefährlich – wenn sie fehlen! Das ist das Ergebnis auch des zweiten Hohenheimer Ernährungsgespräches. Selbst beim vermeintlichen Risikoträger Vitamin A und dem Provitamin A, wie das Beta Carotin auch bezeichnet wird, weil es vom Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden kann, gilt dies.
Wichtig ist allein der natürliche Ursprung, wie die Wissenschaftler beim Symposium an der Universität Stuttgart-Hohenheim betonten. Frisches Obst und Gemüse und qualitativ hochwertige Supplemente aus natürlichen Quellen sind geeignet, den Mangel an Beta Carotin vermeiden zu helfen.
Wichtig ist Vitamin A und Beta Carotin vor allem in der kalten Jahreszeit, weil es bei der Abwehr von Infekten und dem Schutz der Schleimhäute benötigt wird.

Offizielle Pressemitteilung zum zweiten Hohenheimer Ernährungsgespräch: http://ow.ly/xanG

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Neue Forschungen zum Coenzym Q 10

Coenzym Q 10 ist enorm wichtig für die Bereitstellung von Energie in den Körperzellen. Es ist bekannt, dass die Produktion von Coenzym Q 10 mit zunehmendem Alter abnimmt. Ursächlich dafür ist vermutlich der Verlust von essenziellen Enzymen, die der Körper zur Umwandlung benötigt. Also auch deswegen ist es enorm wichtig, hochwertige enzymatische Nahrung ausreichend zu sich zu nehmen. Wer dies nicht sicherstellen kann, sollte sich nach geeigneten Ergänzungen umsehen!
Einer der Stoffe, die aus Coenzym Q 10 verstoffwechselt werden, ist Ubiquinol. Die Bedeutung dieses Vitalstoffs kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn Ubiquinol hilft, andere wichtige Antioxidanzien zu erhalten, beispielsweise alpha-tocopherol (Vitamin E). Ist genügend Ubiquinol in der Zelle vorhanden, werden die Vitamin E Vorräte geschont. Sie stehen also für andere metabolische Prozesse im Körper weiterhin zur Verfügung. Dies ist auch deswegen bedeutsam, weil Vitamin E durch Vitamin C „recycelt“ werden kann. Ubiquinol schützt also auch mittelbar die Vitamin C Vorräte im Körper.
Nicht überraschend ist auch an diesen Forschungsergebnissen Professor Bruce N. Ames und die University of California at Berkeley beteiligt gewesen.

Ein Pionier der Vitamin D – Forschung

Ich bin ein Vitalstoff-Fan. Das ist bekannt. Als solcher habe ich natürlich auch den Podcast „LPI on Health“ des Linus-Pauling-Instituts der Universität von Oregon (Oregon State) abonniert. Die Redaktion des Podcasts hatte anlässlich der Konferenz ein Interview mit dem diesjährigen Preisträger der Linus-Pauling-Medaille Prof. Michael Holick vom Boston Medical Center geführt. Die LPI-Podcasts sind jeder für sich wirklich erstklassing. Doch dieser war jede seiner 18 Minuten ein einsamer Genuß! Ich dokumentiere gerne auch die Abschrift dieses beeindruckenden Beweises wissenschaftlicher Exzellenz!

Was mich wirklich beeindruckt ist die Ruhe und Sachlichkeit, in der Prof. Holick darlegt, warum Vitamin D, das nur Vitamin genannt wird, tatsächlich aber ein Hormon ist, so eminent wichtig für die menschliche Gesundheit ist. Es ist ganz maßgeblich auch seinem mehr als dreißigjährigem Wirken zu verdanken, dass inzwischen ein Umdenkprozess eingesetzt hat. Über die sich wandelnde Haltung habe ich hier bereits anlässlich des Ersten Hohenheimer Ernährungsgespräches berichtet.

Lange galt Vitamin D als fettlöslicher Vitalstoff als gefährlich. Tatsächlich ist die Vitamin-D-Vergiftung die seltendste Diagnose der Welt! Demgegenüber stehen Erkenntnisse, wonach rund 1,5 Milliarden Menschen, also ein Viertel der Weltbevölkerung an einem Vitamin-D- Mangel leiden.

Forscher wie Dr. Holick machen dafür unter anderem die Massivität von Dermatologen verantwortlich, die „seit mehr als 40 Jahren vor den Gefahren der Sonnenstrahlung“ warnen. Holick, der dafür vor fünf Jahren aus der dermatologischen Abteilung der Boston Medical Center zurücktreten musste, blieb seiner Haltung treu, die er auf unzählige Studienergebnisse stützt. Ein Lichtschutzfaktor 30, der heute zum Standard geworden ist, fängt jedoch 99 Prozent aller Vitamin D-produzierenden Sonnenstrahlen ab. Holick plädiert für regelmässigen, moderaten Sonnenlicht-Kontakt an Armen und Beinen für rund 15 bis 30 Minuten zwischen 10 und 15 Uhr am Tag. Erst danach sollte Sonnenschutz aufgetragen werden. Natürlich hält Holick nichts von exzessivem Sonnenbaden. Sonnenbrand muss vermieden werden! Eine ihm unterstellte Nähe zur Sonnenstudio-Industrie weist Holick zurück. Vitamin D-Level im Blut können im Winter sichergestellt werden, wenn es im Frühjahr, Sommer und Herbst genug Vitamin D gibt, was im Körperfett gespeichert und bei Bedarf abgegeben werden kann.

Solch moderater Kontakt zur Sonne und ausreichende Vitamin D-Versorgung (Holick selbst nimmt 2000 I.E. Vitamin D pro Tag und empfiehlt 1000 I.E. für Kinder), mindern nicht nur das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, sondern auch für zahlreiche andere Zivilisationserkrankungen, betont Dr. Holick. Vor allem Schwangere sollten darauf achten, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein.

Rechnung ohne Wirt

„Pharmafirmen bilden die rentabelste Industrie weltweit“ – die Wirtschaftsteile der Zeitungen sind voll mit Überschriften wie dieser aus der heutigen Süddeutschen Zeitung. Gerade in Zeiten der Krise ist es sexy, Erfolg zu haben, wo andere zittern müssen. Die Pharmaindustrie geniesst schon lange einen guten Ruf in der Wissenschaft, weil sie als „Fortschrittsmotor“ gilt, der gefährliche Krankheiten heilen hilft.

Polio ist ausgerottet, dank der Kunst uneigennütziger Forscher. Tuberkulose ebenfalls, hieß es. Jetzt bekommt die Branche ihren zweiten Ritterschlag durch die Börse, weil sie nicht nur Gutes tut, sondern dies auch noch mit konstant sprudelnden Gewinnen. Grandios. Wirklich??

Seltsam mutet an, dass trotz aller wissenschaftlichen Fortschritte, die Menschen nicht gesünder werden. Zwar steigt das Lebensalter. Doch es steigt auch – und zwar bedrohlich – das Risiko schon in vergleichsweise jungen Jahren ernsthaft zu erkranken. Altersdiabetis bei Kindern mag da noch als „lifestylebedingt“ abgetan werden. Doch auch die Häufigkeit von Allergien und Stoffwechselerkrankungen nimmt dramatisch zu.

Warum schafft es „die Wissenschaft“ nicht, die Zunahme degenerativer Erkrankungen zu stoppen? „Gebt uns etwas mehr Zeit – und Geld“, sagen die Wissenschaftler, „dann haben wir gute Aussichten, Krebs, HIV oder die Vogelgrippe zu besiegen!“ Ein Appell, den Börsianer gerne hören – solange es ein Hoffnungsschimmer für die ferne Zukunft bleibt!

Als Aktionär der Pharmaindustrie wäre jedenfalls nichts schlimmer, als die rasche und nahhaltige Gesundung der Menscheit durch ärztliche, also wissenschaftliche Kunst. Wieso? Weil die gigantischen Werte und Profite, die sich in den Bilanzen der Pharmakonzerne abbilden, auf das Versprechen des Wachstums, also steigender Umsätze und Erträge aufgebaut sind! Allein schon Stagnation, im Börsendeutsch „Nullwachstum“, treibt dem Investor Schweißperlen auf die Stirn. Rückläufige Zahlen, vulgo: „Verluste“, lösen Panik und Kursrutsche aus, wie wir sie gerade bei den Banken und Finanzkonzernen erlebt haben.

Hat die Branche, die von knallhart kalkulierenden Kaufleuten geführt wird und nicht von Samaritern (das lässt sich allein schon an ihrer Patent- und Lizenzpolitik ablesen), also ein Interesse an nachhaltiger Gesundheit? Oder ist dieser Wachstums- und Profitautomatismus ein Grund, weshalb sich die Forschung seit Jahrzehnten auf die Behandlung von Symptomen konzentriert anstatt auf Ursachen? Weshalb ganzheitlich-komplexe Heilansätze wie die Orthomolekulare Medizin mit dem Etikett „Esoterik“ stigmatisiert und abgewertet werden? Das frage ich Sie!

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Deutsche Essen viel zu wenig Obst und Gemüse

Eine Meldung, die aufhorchen lässt: Deutsche essen viel zu wenig Obst und Gemüse. Der Spitzenverband deutscher Obst- und Gemüsehändler DFHV hat den Verbrauch ermitteln lassen und kommt auf europaweit alarmierend niedrige Ergebnisse: Gerade einmal 147 Kilo pro Jahr werden im Durchschnitt in Deutschland verzehrt. Allerdings nicht pro Kopf, sondern pro Haushalt!!

Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,3 Personen (35,8 Millionen Haushalte lt. Statistischem Bundesamt in 2007) ergibt dies einen Pro-Kopf-Verbrauch von 69 Gramm am Tag! Ein erschreckend niedriger Wert im Vergleich zur Verzehr-Empfehlung der WHO, die bei mindestens 650 Gramm pro Person und Tag liegt!!!

Deutsche essen also nur ein Zehntel der Menge an Obst und Gemüse, die nach international anerkannten Standards zwingend notwendig ist, um die Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen für die Gesundheit aufrecht zu erhalten!

Angesichts dieser Zahlen ist es ein Skandal, dass sich die Politik in Deutschland weiterhin uneinsichtig gegenüber der Notwendigkeit einer Ergänzung der Nahrung mit qualitativ hochwertigen Vitalstoffen zeigt.

Zwar gibt es Aktionen wie „5 am Tag“. Wie stark aber selbst solche Aktionen von Lobbyinteressen bestimmt werden, wird deutlich daran, dass selbst „Fertiggerichte mit einer entsprechenden Menge Obst und Gemüse“ als Ersatz für wenigstens eine Portion Frischkost anerkannt werden. Egal welches Fertiggericht: Vitalstoffe sind in keinem mehr enthalten!

Da zudem die Gefahren einer Vitalstoff-Mangelversorgung medizinisch nicht mehr ernsthaft bestritten werden können, seit sich Spitzenuniversitäten wie die Harvard School of Public Health und andere unmissverständlich positioniert haben, stellt sich beinahe schon die Frage an die Politik: Noch Fahrlässigkeit oder schon Vorsatz?

AFP-Meldung zum Verbrauch von Obst und Gemüse http://short.to/ghhn

Fertigerichte zählen als Erstaz für frisches Obst und Gemüse http://short.to/gixt

HSPH zur Gefahr von Vitalstoff-Mangelversorgung http://short.to/fx0y

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Vitamin D Mangel erhöht die Schmerzempfindlichkeit

Vitamin D gehört zu den wichtigsten Vitalstoffen für den Menschen. Ich habe bereits einige Male über Vitamin D und seine Bedeutung für unseren Stoffwechsel berichtet. Auch das direkt dem Bundesgesundheitsministerium unterstellte Robert Koch Institut (RKI) hat unlängst auf dem Ersten Hohenheimer Ernährungsgespräch dafür plädiert, die nach neuesten Erkenntnissen dramatisch niedrigen Zufuhrempfehlungen für Deutschland „zu überdenken“. Zu wichtig ist Vitamin D für das Immunsystem. Und nicht nur dafür, wie nun Ergebnisse der Mayo-Clinic aus den USA nahelegen.
Forscher an der Klinik, die jüngst von Präsident Obama für Ihren auf einer intelligenten Verbindung von Schulmedizin und alternativen Heilmethoden beruhenden vorbildlichen Einsatz finanzieller Mittel gelobt wurde, haben herausgefunden, dass Vitamin D Mangel auch zu einer höheren Schmerzempfindlichkeit mit entsprechend hohem Einsatz von Schmerzmitteln führt.
Gerade Schmerzmittel gehören als sogenannte OTC-Produkte (over the counter = Rezeptfrei erhältlich) zu den Hauptumsatzträgern der Pharma-Industrie. Man darf gespannt sein, wann die nächste „Warnung“ vor gefährlichem Vitalstoffeinsatz kommt. Aus welcher Richtung ist wohl jetzt schon klar!

Aerztezeitung.de zur Meldung der Mayo-Clinic über Vitamin D-Mangel und Schmerzempfindlichkeit: http://short.to/fy1w

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Volkskrankheit "Burnout" ist vermeidbar

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und die IG Metall schlagen Alarm: die Wirtschaftskrise erfordere erhöhte Anstrengungen zur gesundheitlichen Prävention. Anernfalls werde sich der bereits in den letzten Jahren zu verzeichnende Anstieg psychischer Erkrankungen wie Depression oder Burn-Out zu einer neuen Volkskrankheit anwachsen.
Die Diagnose ist ohne Zweifel zutreffend: veränderte Lebensbedingungen sind die Ursache für den Anstieg der Zivilisationserkrankungen, von denen psychische Erkrankungen nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges bilden. Es ist daher richtig, für eine Besserung der Lebensumstände zu sorgen – nicht nur für Arbeitnehmer!
Stressabbau gehört zu den Hauptaufgaben für einen gesunden Lebenswandel. Allerdings werden Maßnahmen in diesen Bereich ebenso wie auch regelmässige Bewegung alleine nicht ausreichen. Wer sich Prävention ernsthaft auf die Fahne geschrieben und nicht mit einer Verlangsamung des Anstiegs von Erkrankungen zufrieden ist, sondern eine Umkehr des Trends und nachhaltige Gesundung der Bevölkerung zum Ziel nimmt, kommt an einer Verbesserung der Ernährung nicht aus.

Es wäre daher sehr zu wünschen, dass sich die Arbeitnehmervertreter auch der Bedeutung einer adäquaten Versorgung mit Mikronährstoffen zuwenden, die für die gesundheitliche Prävention neben Vermeidung von Stress und regelmässiger Bewegung unverzichtbar ist. Sofern es dem VDBW und der IG-Metall an Ansprechpartnern mangelt: http://www.preventnetwork.com

VDBW/IG Metall auf aerztezeitung.de: http://short.to/cdxb

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